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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 18. October 2018 · 09:45 Uhr
 
 
 

BRK reist nach Solferino

Auf den Spuren des Rotkreuz-Gründers Dunant

BRK-Teilnehmer der Reise nach Solferino. (Foto: BRK Dachau)

Der BRK Kreisverband Dachau unternahm mit seinem Führungskreis eine Bildungsfahrt an den Gardasee nach Solferino, um dort den historischen Wurzeln des Roten Kreuzes nachzuspüren und sich über die veränderten Anforderungen auszutauschen. Der Schweizer Kaufmann Henri Dunant wurde im Juni 1859, einen Tag nach der Schlacht von Solferiono, Zeuge schrecklicher Zustände unter den Verwundeten. Spontan organisierte Dunant Hilfe für die Tausenden von Verletzten, die unabhängig von ihrer Nationalität unter dem Leitsatz »Wir sind alle Brüder« geleistet wurde. Damit war die Gründungsidee des Roten Kreuzes geboren.

Um etwas über die Hintergründe der Schlacht zu erfahren, führte der Besuch den Dachauer Kreisverband zur Erinnerungsstiftung in San Martino, zum Ehrendenkmal des Internationalen Roten Kreuzes und in das Ossarium (Gebeinhaus) in Solferino. Beeindruckend für die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war die Führung durch das Museum des Roten Kreuzes in Castiglione. Der Besuch der historischen Orte und die Hintergrundinformationen wurden zur Reflexion genutzt und ermöglichten den Teilnehmern einen Transfer der Gründungsidee in die aktuelle Zeit.

Die Fahrt nach Solferino sollte auch den Blick für das Sinnstiftende in der BRK-Arbeit schärfen und das BRK Dachau in einen Kontext der weltweiten Rotkreuz-Bewegung in 190 Ländern stellen. Der BRK-Kreisgeschäftsführer Paul Polyfka erläutert: »Die Gründungsidee ist heute genauso aktuell wie 1859. Allein der Bedarf an Hilfe hat sich verändert. Das Rote Kreuz ist weiterhin eine aktive Bürgerbewegung, die da anpackt, wo Not herrscht; unabhängig der Herkunft, Religion und sozialen Schicht der Bedürftigen. Das ist in der Weltgeschichte einmalig.«

Eingeladen waren auf freiwilliger Basis alle Mitglieder des Dachauer Führungskreises samt ihren Familien. »Das ist naheliegend, denn die Angehörigen fördern ja auch das Engagement unserer Führungskräfte, indem sie ihr Tun unterstützen«, so Paul Polyfka.