14°C

Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 25. July 2017 · 16:30 Uhr
 
 
 

„Kriegsende und Nachkriegszeit im Landkreis Dachau“

Wanderausstellung der Geschichtswerkstatt Landkreis Dachau

Bei der Eröffnung der Wanderausstellung in Schwabhausen (von li) Eva Rehm, Josef Mederer, Josef Baumgartner, Dr. Norbert Göttler und Annegret Braun. (Foto: Renate Seidl)

 Am 25. Januar präsentierte die Geschichtswerkstatt Landkreis Dachau im Rathaus Schwabhausen die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit in der Wanderausstellung „Kriegsende und Nachkriegszeit im Landkreis Dachau“.

Brechend voll war das Rathausfoyer, wo sich Jung wie Alt versammelte, um ihren Landkreis in der Nachkriegszeit zu „erleben“. Bilder, Dokumente und Zeitzeugen erzählen davon, wie die Menschen den Einmarsch der Amerikaner und das Ende des Krieges erlebten. Schirmherr der Wanderausstellung, Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler, erzählte von spannenden Recherchen und von Zeitzeugen, die diese Nachkriegszeit noch hautnah miterlebten. Bildmaterial so Göttler, war sehr schwierig zu bekommen, weil Fotoaufnahmen damals sehr kostspielig waren.Die Rolle der Frau in der Nachkriegszeit würdigte Dr. Annegret Braun, Projektleitung der Geschichtswerkstatt im Landkreises Dachau, in ihrem Vortrag zur Entstehung dieser Ausstellung. Es war dieser Blick auf "Kleinigkeiten", der die Menschen so zahlreich angesprochen hatte. „Das Große“, so Braun, „ist ja weitgehend bekannt. Aber dieser „Lupenblick“ auf den Landkreis Dachau, macht die Ausstellung und ihre Arbeit dafür, so interessanter.“ Die Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Volkskunde und Europäische Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München ging zudem der Frage nach, welchen Einfluss Flüchtlinge und Vertriebene auf die Dorfgemeinschaften hatten und wie in der Zeit danach ein neues Gemeindeleben aufgebaut wurde. Mitarbeiter für das Projekt „Kriegsende und Nachkriegszeit in der Gemeinde Schwabhausen“, waren Professor Dr. Helmut Beilner, Adolf Breitenberger, Horst Güntner, Hans Hartl, Heinrich Loderer, Anton Roth, Ernst Spiegel und Erna Westenrieder. Sie alle trugen maßgeblich zum guten Gelingen der Ausstellung bei, lobte Bürgermeister Josef Baumgartner in seiner Eröffnungsrede.