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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 20. April 2021 · 19:09 Uhr
 
 
 

Das Isolierungs-Quartett

Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz

Führt erfolgreich den von seinem Vater Fritz gegründeten Familienbetrieb: Alexander Gimmy (Foto: Öxler)

Schauen Sie, hier muss noch isoliert werden… Und da, da auch… Hier sehen Sie eine Anschlussstelle, im Raum nebenan sind die technischen Versorgungsleitungen bereits isoliert, hier noch nicht… Mein Namensvetter lacht, als ich anmerke, dass er und seine drei Jungs da ja noch ne Menge Arbeit vor sich hätten. Er winkt lässig ab und meint lediglich, gar nicht so schlimm, nein, und wenn sie hier fertig seien, warte bereits der nächste Neubau auf sie. Mit »hier« meint Alexander Gimmy die neuen Mehrfamilienhäuser auf dem früheren Volksfestplatz Altomünster (Adresse: Auf der Reitwiesen – Anm. d. Red.) in der Nähe des Bahnhofs. Er hatte mich eingeladen, ihnen bei ihrer Tätigkeit über die Schulter zu schauen. Ja, und da stehen wir jetzt in der Tiefgarage, wo Meter um Meter blanke Rohrleitung mit einer schützenden Isolierschale ummantelt werden soll, professionell, verstehe sich… Es handle sich um Rohrschalen aus »konzentrisch gewickelter Steinwolle mit einer Gitternetz verstärkten, reißfesten Aluminium-Sandwich-Folie samt selbstklebender Überlappung«, versucht Alexander Gimmy mich für die Welt – seine Welt – des Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutzes zu begeistern. Ist schon beachtlich, ja, vor allem, als er mir auch versichert, dass der jeweilige Hauseigentümer auf diese Weise enorm Energie und Geld spare. Angesichts der »Leitungs-Kilometer« aber, die da zu bearbeiten sind, bin ich froh, dass es für diese Arbeit Spezialisten wie ihn gibt. Denn spätestens bei der ersten Leitungsbiegung beziehungsweise beim ersten Übergang von einem Raum zum nächsten wäre ich mit meinem eben erst erworbenen Latein hinsichtlich des Isolierens schon wieder am Ende gewesen. Zum Nachdenken habe ich nicht viel Zeit, denn Alexander Gimmy will mir noch, auf dem Weg durch die Kellerabteile der künftigen Wohnungsbesitzer, den zentralen Heizungsraum – das technische Herz – der Neubauten zeigen. Warum, war dann offensichtlich: Rohrleitung an Rohrleitung, nach allen Richtungen, noch blitzblank, aufs Abisolieren durch das Gimmy-Team wartend. Und so wie dann mein Gesprächspartner angesichts meines »Puh…« schmunzelt, scheint es mir, ein arbeitstechnisches Schmankerl zu sein. 
So nebenbei erfahre ich von dem Isolierprofi noch so einiges: Er habe vor elf Jahren den Betrieb übernommen… Seine Frau Sabine hält ihm bezüglich »Bürokram« den Rücken frei… Er sei stolz darauf, dass in all den Jahren noch nie ein Gewährleistungsfall eingetreten sei, für den er hätte geradestehen müssen… Ein wesentlicher Aspekt seiner Arbeit sei mittlerweile der Brandschutz, für den erst 2014 und dann noch mal im letzten Jahr neue Verordnungen und Bestimmungen verabschiedet worden seien… Neben vier, fünf Auftraggebern, für die er – dank des aktuellen Baubooms – ständig arbeite, übernehme er auch Einzelaufträge… Da hake ich ein, unterbreche meine Notizen. Ob ich die Alexander Gimmy Isoliertechnik GmbH ebenfalls »buchen« könne, will ich wissen. Freilich bekomme ich zur Antwort, warum denn nicht. Gerade bei Umbauten in Häusern, die in die Jahre gekommen sind, und neue Leitungen verlegt würden, müssten diese ja auch fachgerecht isoliert werden. Dies sei bei Ein- beziehungsweise Zweifamilienhäusern keine große Sache, ruckzuck erledigt. Nicht wie hier, meint Alexander Gimmy noch – wieder lachend und auf das Leitungsbündel im zentralen Heizraum seiner aktuellen Baustelle deutend. Gut zu wissen, finden Sie nicht auch?