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Sunday, 11. April 2021 · 12:18 Uhr
 
 
 

»Bayerischer Tag der Ausbildung«

Unzeitig und Seidenath besuchen Ausbildungsbetriebe

Bei der Firma Ettengruber (von li) Bernhard Seidenath, Dominik, Raphael, Johann Ettengruber, Alexander, Christine Unzeitig, Tanja und Elisabeth auf dem Betriebsgelände in Dachau-Ost. (Foto: CSU)

Zwei Ausbildungsbetriebe in Dachau haben Christine Unzeitig und Bernhard Seidenath Ende Juli aus Anlass des bayernweiten »Tags der Ausbildung« besucht und so deren Anstrengungen um die Berufsausbildung junger Menschen gewürdigt: die Firma Greif Inkasso und die Firma Ettengruber.

»Eine fundierte Ausbildung ist die wichtigste Voraussetzung für beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die beste Garantie für ein erfülltes Berufsleben. Auch und gerade in Zeiten eines Überangebots an Lehrstellen kommt es auf Lehrbetriebe an, die sich auf die Stärken und Schwächen der Bewerber einstellen und ihnen das Handwerkszeug für ihre berufliche Zukunft mitgeben«, erklärten die stellvertretende Vorsitzende des IHK-Gremiums Dachau-Fürstenfeldbruck der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern und der Stimmkreisabgeordnete für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag.

Schon traditionell suchen Unzeitig und Seidenath am Tag der Ausbildung das Gespräch mit den Azubis und würdigen so den Wert der Ausbildung. Sie dankten den Firmen Greif Inkasso und Ettengruber – stellvertretend für alle Ausbildungsbetriebe - für ihr Engagement.

Greif-Inkasso, das 1949 gegründete und seit 1969 in Dachau tätige Unternehmen, legt großen Wert auf die Ausbildung.  Auf ihrem Ausbildungsweg durchlaufen die Azubis alle Stationen des Inkassounternehmens - von der Registratur bis zur Buchhaltung - und lernen so den Ablauf des Betriebs kennen, in dem insgesamt rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa 300.000 Forderungen pro Jahr bearbeiten. Geschäftsführer Stephan Jender regte eine verbesserte Anbindung des Gewerbegebiets Dachau-Ost an den ÖPNV an, da gerade die jungen Beschäftigten oft noch nicht über eigene Anfahrtsmöglichkeiten verfügten. Die Auszubildenden selbst wünschten sich von der Stadträtin und dem Landtagsabgeordneten eine noch bessere Vorbereitung auf das Berufsleben seitens der Schule: durch eine vielseitigere Fächerverteilung, die eine Festlegung der Ausbildungsrichtung offener gestalten würde.

Wie bei der Firma Greif Inkasso wird auch bei Johann Ettengruber, dem Inhaber des gleichnamigen Abbruchsunternehmens in Dachau, die Hilfe bei der Berufsorientierung groß geschrieben, also die Information über Berufsfelder und Berufe, die die spätere Berufswahl junger Menschen unterstützen soll. Vier Auszubildende in vier verschiedenen Berufen werden derzeit im Unternehmen ausgebildet.

Eine junge Frau im zweiten Lehrjahr zur Kauffrau für Büromanagement und je ein junger Mann zum Baugeräteführer, zum Bauwerksmechaniker und zum Berufskraftfahrer, die alle mit großer Begeisterung ihre Ausbildung absolvieren. »In diesen verantwortungsvollen Berufen stellen wir leider bereits heute einen Mangel an geeigneten Bewerbern fest«, erklärte Johann Ettengruber.

»Wegen der immer wichtiger werdenden Fachkräftesicherung gilt es vor allem zu verhindern, dass junge Menschen die Ausbildung abbrechen. Dies wäre eine Ressourcenvergeudung für die Unternehmen und ein schlechter Start für die jungen Menschen«, stellten Unzeitig und Seidenath fest.

Vorbildlich zeige sich die Firma Ettengruber zudem seit langem gegenüber Menschen mit Behinderung, die zum Teil seit mehr als 20 Jahren dem Betrieb angehörten.

(Ettengruber 1) zeigt (von links) Bernhard Seidenath, Christine Unzeitig, die vier Auszubildenden Tanja Turo, Dominik Rainer (bereits ausgelernt), Alexander Zweigler und Raphael Mondl mit Johann Ettengruber und Elisabeth Wagner in der Werkhalle.