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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 1. October 2020 · 14:09 Uhr
 
 
 

Bodenbeläge gibt’s viele

Das Berghammer-Team setzt auf Qualität

Bodenbeläge sanieren oder neue verlegen: Stefan Wirkner zeigt, worauf’s ankommt (Foto: öxler)

Billigboden oder Qualitätsware? Mit Stefan Wirkner, dem geschäftsführenden Inhaber der Anton Berghammer GmbH, über Vor- und Nachteile zu diskutieren, macht Laune. Mir jedenfalls. Denn »billig« existiert für ihn nicht und »Qualität« sei ja eh die preiswerte Variante in Sachen Kauf und Anschaffung. Und so freute ich mich schon auf unseren gemeinsamen Baustellenbesuch. Hatte er vorgeschlagen, so als Vorbereitung dieses ProfiPorträts. Eines der Berghammer-Teams sei zurzeit in einem Siedlerreihenhaus aus den 1950er-Jahren. Exakt 1956 sei es erbaut worden, erzählte er mir auf der kurzen Fahrt Richtung Pollnstraße in Dachau. Er wusste es, weil die alten und nach rund 30 Jahren definitiv ausgedienten Fichten-Dielen von seinem Onkel Anton Berghammer in den 1980er-Jahren teilweise schon mal restauriert wurden. Jetzt, nach Eigentümerwechsel, werde das Haus saniert und wieder auf die Höhe der Zeit gebracht, erfuhr ich. Wobei es der Wunsch seines Auftraggebers sei, Altes – so weit es Sinn macht – und somit den Charakter im Wohnbereich zu erhalten. Allerdings sollten im Haus neue Fußböden verlegt werden und die Treppe von unten in den ersten Stock erneuert. So… Und genau hier habe, so Stefan Wirkner, seine Beratung angefangen. Denn nach sorgfältiger Überprüfung habe er seinem Auftraggeber alternative Vorschläge unterbreitet. Vorschläge, die einerseits ein wenig vom Charme vergangener Zeiten bewahren, ihm andererseits aber auch ne Stange Geld sparen. Statt die alten Holzfußböden rauszureißen, alles komplett neu aufbauen und mit neuen Belägen zu versehen, empfahl er eine behutsame Sanierung: alte Dielböden, soweit noch in gutem Zustand, lediglich professionell abschleifen und anschließend ölen… alte, nicht mehr ansehnliche beziehungsweise lockere Dielen neu verschrauben, je nach dem abschleifen oder verspachteln und, nach Verlegen eines sogenannten Entkopplungsflieses, neues Parkett (Zweischicht-Ware, Eiche, geölt – Anm. d. Red.) zu verlegen… die bestehende Holztreppe nicht ersetzen, sondern abschleifen und ölen, dazu neue Abschlussleisten aus Vollholz fertigen und anleimen… Allein dies spare Tausende, meinte er pfiffig schmunzelnd, bevor er mir noch zeigte, dass die Wandabschlussleisten hier individuell gefertigt werden müssten. Warum? Nun die an der Wand des alten Siedlungshäuschens entlang verlegten Rohre und Leitungen müssten abgedeckt werden. Alternativ hätten diese aufwändig in den Wänden verlegt werden. Die hier erzielte Preisersparnis musste er gar nicht betonen. Und was für ihn Sparen am richtigen Fleck bedeutet, verstand ich jetzt auch: überall, nur nicht an der Qualität eines Bodenbelags und am Handwerk, dem Verlegen durch einen versierten Profi. Und so macht auch der Wirkner-Spruch »Billig gekauft heißt zweimal gekauft.« Sinn. Aber eine Frage hatte ich schlussendlich noch an den Bodenbelagsprofi und zwar, was denn ein Entkopplungsflies sei. Ganz einfach, es trenne den Unterboden vom Bodenbelag und durch diese »Entkopplung« würde eine mögliche Rissbildung und Hohlbildung vermieden, die bei unterschiedlichen Materialien, übereinander gelegt, auftreten könnten. Aha!