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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Wednesday, 5. August 2020 · 21:16 Uhr
 
 
 

Gemeinsamer öffentlicher Aufruf:

Solidarisch und mit einem Herz für die lokalen Gewerbetreibenden.

Gemeinsamer Appell (von li) Florian Hartmann (Oberbürgermeister), Susanne Reichl-Weichselbaumer (LAD), Michael Groß (DEHOGA) und Isabel Seeber (BDS). (Foto: Dachau)

Die Corona-Pandemie stellt unsere gesamte Gesellschaft vor gewaltige Probleme. Neben der Bewältigung der medizinischen Herausforderungen gilt es auch die teilweise katastrophalen wirtschaftlichen Folgen in den Blick zu nehmen. Viele Gaststätten, Soloselbständige, Handwerker und Einzelhändler sind in ihrer Existenz gefährdet. Dies ist auch in Dachau der Fall. Zur Unterstützung der Betroffenen haben Bund und Freistaat Förderprogramme entwickelt. Es ist jedoch zu befürchten, dass allein diese für viele Betroffene nicht ausreichen. In vielen Fällen können die Betroffenen sowie die Bürgerinnen und Bürger nur hilf- und tatenlos zusehen. Jedoch gibt es auch Branchen, in denen jeder Einzelne aktiv die Wirtschaft vor Ort unterstützen kann. Deswegen appellieren Susanne Reichl-Weichselbaumer (LAD), Isabel Seeber (BDS-Ortsgruppe Münchner Straße), Michael Groß (Bayerischer Hotel- und Gaststättenverband) und Oberbürgermeister Florian Hartmann gemeinsam an die Dachauerinnen und Dachauer: »In der Krise beweist sich der Charakter. Die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie gibt uns Dachauerinnen und Dachauern die Gelegenheit Herz, Solidarität und Mitgefühl zu zeigen. Viele Geschäfte mussten unverschuldet schließen. Bitte verzichten Sie in dieser Zeit auf unnötige Anschaffungen bei großen Online-Handelskonzernen wie zum Beispiel Amazon. Haben Sie Geduld und warten Sie wenn möglich ab, bis der örtliche Einzelhandel wieder geöffnet hat. Oder informieren Sie sich über Online-Angebote der örtlichen Geschäfte. Damit leisten Sie aktive Wirtschaftsförderung vor Ort.

Außerdem bitten wir alle Vermieterinnen und Vermieter um Gesprächsbereitschaft und Augenmaß bei der Miete. Angesichts der immensen Umsatzrückgänge bis teilweise auf Null ist es einigen gewerblichen Mietern nicht möglich, die Miete in voller Höhe zu bezahlen. Wir bitten Sie: Kündigen Sie nicht. Suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. Gewähren Sie wenn nötig und möglich Minderungen oder Aufschub«.

Aktuell ist noch nicht absehbar, wann Geschäfte und Gaststätten wieder öffnen dürfen. Darauf haben wir hier vor Ort keinen Einfluss. Aber sicher ist: Die Zeit nach Corona wird kommen. Wie unsere regionale Einzelhandels- und Gaststättenlandschaft dann aussehen wird, das können wir Dachauerinnen und Dachauer aktiv beeinflussen. Lasst uns das gemeinsam tun: Solidarisch und mit einem Herz für die lokalen Gewerbetreibenden.