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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Wednesday, 12. August 2020 · 14:39 Uhr
 
 
 

Gesundheitsschutz hat Priorität

Städtische Sporthallen bleiben geschlossen

Der Bayerische Tischtennisverband (BTTV) rät seinen Vereinen, über die Medien Druck auf Sporthallenbetreiber auszuüben, die aus organisatorischen Gründen ihre Sporthallen noch nicht wieder für den Tischtennissport öffnen. Dies geht aus einer Veröffentlichung des BTTV auf der Website www.bttv.de vom 20. Juni hervor. In Dachau werden die städtischen Sporthallen in Abstimmung mit dem Landratsamt bis auf Weiteres geschlossen bleiben. »Eine pauschale Forderung nach Öffnung der Hallen ist zu einfach und bringt keinem etwas«, erklärt Oberbürgermeister Florian Hartmann. »Wie so oft steckt auch hier der Teufel im Detail, und hier ganz konkret in der Belüftung«.

Sporthallen können grundsätzlich wieder geöffnet werden, jedoch nur dann, wenn ein umfangreiches Schutz- und Hygienekonzept umgesetzt werden kann. So muss etwa ein Lüftungskonzept vorliegen und auch tatsächlich in der Praxis umgesetzt werden können. Unter den städtischen Sporthallen verfügt lediglich die Sporthalle Augustenfeld über eine Belüftungsanlage. Die Sporthallen in der Brunngartenstraße, die Ludwig-Thoma-Halle und die der Grund- und Mittelschule Dachau-Ost haben keine Belüftungsanlage. Ob für Hallen, die über keine Belüftungsanlage verfügen, überhaupt ein tragfähiges Lüftungskonzept erstellt werden kann, steht derzeit nicht fest. Eine Anfrage des Landratsamts an die Regierung von Oberbayern auf Konkretisierung der Vorgaben noch nicht beantwortet. D

ie Stadt Dachau prüft unterdessen Möglichkeiten, ob Belüftungskonzepte erstellt werden können, die nach den Sommerferien auch die Öffnung der Hallen ohne Belüftungsanlage ermöglichen. Möglicherweise können mobile Belüftungsanlagen eingesetzt werden. OB Hartmann: »Dann ist mit einem höheren Energieverbrauch und mit höheren Betriebskosten zu rechnen. Trotzdem bin ich bereit, diesen Weg zu gehen. Denn der Schul- und Vereinssport braucht wieder Räume. Da der Gesundheitsschutz Priorität hat, bitte ich noch um Geduld, bis wir alle notwendigen Maßnahmen zur Minimierung des Ansteckungsrisikos umsetzen können«.