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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 24. January 2021 · 12:11 Uhr
 
 
 

Maskiert im Corona-Jahr

Firmen-Porträts mit Mund-Nasen-Schutz

Selbstporträt mit Maske… Lasst uns lächeln, das Leben ist ernst genug! (Foto: öxler)

Als Mitte des 14. Jahrhunderts weltweit die Pest gewütet hat, waren die Menschen ebenso überrascht worden wie wir zu Anfang des Jahres von Covid-19. Besondere Hygienemaßnahmen, Abstand halten und Masken waren auch damals schon als Ersthilfe bekannt. Doch die Wissenschaft steckte noch in den Kinderschuhen und sah sich dieser Pandemie weitgehend machtlos gegenüber. Anders als jetzt zum Jahreswechsel 2020/2021: Erste Impfstoff-Kandidaten wurden offiziell zugelassen und sind seit einigen Tagen bereits im Verkehr. Wir nähern uns dem Licht im Tunnel und warten dem Tag entgegen, an dem wir unseren Mund-Nasen-Schutz mit einem guten Gefühl und endgültig beiseite legen können.
Sich zu Neujahr Gesundheit und Glück zu wünschen, hat also jetzt noch mehr Bedeutung als zu Vor-Corona-Zeiten. Gesundheit und Glück – für ein neues, besseres Jahr als das eben zu Ende gegangene. Dazu auch noch eine Prise Mut für alle, die durch die Shut- und Lockdowns mehr oder weniger in die Knie gezwungen wurden. Gesundheit und Glück – mir war beides beschieden 2020: Vom Virus verschont geblieben, konnte ich ohne Unterbrechung meine ProfiPorträts auch in diesem Jahr fortsetzen. Neben Kamera und Notizblock freilich lagen auch immer Desinfektionsmittel und Einweghandschuhe im Auto parat, eine Maske immer am Mann. Ähnlich ausgerüstet empfingen mich vor und zu Beginn des ersten Lockdowns meine Gesprächspartner. Die Situation war neu, jeder unsicher im korrekten Verhalten. Das gab sich aber schnell. Es entwickelte sich über die Monate eine neue, der Pandemie geschuldeten, Arbeitsroutine. Während ich, nur mal beispielsweise, gemeinsam mit Kugellagerprofi Max Weickmann das Sägewerk Krimmer bei Markt Indersdorf besucht habe, habe ich Bilder »maskiert« und »unmaskiert« geschossen. Drinnen mit, im Außenbereich ohne… Die Lackierer  von Identica Edwin Müller hatten eh ihre Atemschutzmasken vor dem Gesicht. Den wegen Corona verordneten Mund-Nasen-Schutz brauchten sie also nicht… Dann wiederum habe ich während Veranstaltungen von Bäderprofi Klaus Guderley in Hilgertshausen fotografiert: dank eines ausgeklügelten Hygienekonzepts des »Traumbäder-Gestalters« an seinen Beratertagen für Badsanierer. Unter anderem die Maskenpflicht für alle vor und hinter der Kamera… Fenster- und Türenprofi Martin Wagner hat sich mit Gesichtsmaske fotografieren lassen bei meiner Stippvisite auf einer seiner Baustellen. Mit einer Ausnahme: zwischen uns eine Glastüre, die er gerade montierte… Gerhard Zachmanns Sicherheits-Trio hätte ich gut und gern maskenlos ablichten können, doch es machte sich einen Spaß daraus und wollte – trotz gebotenen Sicherheitsabstands zwischen uns – partout maskiert fotografiert werden. Dass die Drei dahinter grinsten und feixten – das blieb dann dem Betrachter verborgen… Für das ProfiPorträt von Berghammer Bodenbeläge hat mich Inhaber und Geschäftsführer Stefan Wirkner zu einem seiner aktuellen Renovierungsprojekte mitgenommen. Wir beide mit nem »Lappen« im Gesicht, bis er keine Luft mehr bekommen hat vom Erläutern der dortigen Arbeit. Also drei, vier Schritte zurück und ich habe ihn mit »nackertem Gesicht« fotografiert… Wie auch die meisten meiner Handwerkskunden rund ums Haus, wie Baumeister Johann Elsner. Draußen, im Freien, bestand keine Notwendigkeit, bei Aufnahmen in Innenräumen bin ich – dem Teleobjektiv sei Dank – halt auf entsprechenden Abstand gegangen. Das war nicht ganz einfach bei Robert Farnhamer auch, da seine »Dachauer Tabakperle«, der VIP-Shop für hochwertigen Pfeifentabak und edle Zigarren sowie gute geistige Getränke, mittlerweile überquillt. Aber wir haben es geschafft… Deutlich einfacher war es, Ihnen DekoTec-Chef Jens Horst und sein Team vorzustellen. In den großzügigen und weitläufigen Räumlichkeiten der Holz-ums-Haus-Profis beim »Knipsen« auf Distanz zu gehen – eine lockere Übung… Und da meine Kunden unter dem Dach des ProfiPorträts nicht nur eben Profis sind, sondern auch kollegial, konnte ich Veröffentlichungstermine tauschen. So war’s möglich, neben anderen über den zeitweilig geschlossenen Küchenstadel Ampermoching erst nach dem ersten »gesellschaftlichen Herunterfahren« zu berichten… Keiner wurde also vergessen beziehungsweise jeder konnte zu einem passenden Termin berücksichtigt werden.