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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Monday, 6. July 2020 · 00:36 Uhr
 
 
 

Problem erkannt – noch nicht gebannt

Sparkasse sorgt sich um mangelnde Altersvorsorge

Vorstandsvorvorsitzender Herrmann Krenn beim Pressegespräch in der Sparkasse Dachau. (Foto: A. Förster)

Sparen kostet Geld. Durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) lohnt es sich nicht mehr, Geld aufs Sparbuch zu bringen. Wer gar hohe Summen anliegen will, muss Negativzinsen zahlen, oder andersherum: Wer Schulden macht, wird belohnt. Das ist gut für die Wirtschaft und die Bundesregierung profitiert ebenfalls, aber für die Sparer, die jahrzehntelang ihre Altersvorsorge in festverzinslichen Papiere angelegt haben, ist es eine Katastrophe. Denn als Rentner merken sie: Die Mieten und Lebenshaltungskosten steigen, die Immobilienpreise explodieren, und das, was übrig bleibt, reicht nicht mehr... »Immer mehr Menschen in der Region Dachau kommen zu uns, weil sie eine Versorgungslücke haben«, sagt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Dachau.

Gerade die jungen Bürgerinnen und Bürger im Raum Dachau wolle man nun dahingehend stärker sensibilisieren, dass sie fürs Alter frühzeitig vorsorgen müssen. Diese ergänzende vorsorgeorientierte Beratung sei, so Krenn, eine Verpflichtung aus dem öffentlichen Auftrag der Sparkasse. Man habe deshalb die Berater in den letzten zwölf Monaten intensiv geschult und auf die Gespräche mit den Kunden vorbereitet, um sie umfassend und kompetent aufzuklären und um sie zu beraten, wie sie rechtzeitig Rücklage aufbauen können. Denn: »Die Zinsen werden auf Jahre, wenn nicht auf Jahrzehnte nicht groß steigen«, versichert Krenn. Das Thema Vorsorgekultur werde in der Sparkasse Priorität genießen und ein eigenes Logo bekommen, so Krenn. Und: Man lade auch die Wettbewerber ein, gleiches zu tun.