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Sunday, 11. April 2021 · 12:34 Uhr
 
 
 

Unsichtbare Gefahr

Radonbelastung in Kreiseinrichtungen

In der Greta-Fischer-Schule in Dachau (Foto) wurden in zwei Räumen erhöhte Radonkonzentrationen gemessen. Jetzt sollen weitere Messungen durchgeführt werden. (Foto: Sebastian Leiß)

Die Belastung von Einrichtungen des Landkreises Dachau, wie etwa Schulen oder dem Landratsamt mit dem radioaktiven Edelgas Radon ist in den meisten Fällen unbedenklich. Jedoch wurden in zwei Räumen der Greta-Fischer-Schule Werte gemessen, die erheblich über den Empfehlungswert des Bundesamtes für Strahlenschutz von 100 Bq/m³ liegen. Das geht aus einer Antwort der Kreisverwaltung auf einen Antrag der Freien Wähler Dachau hervor, die kürzlich im Umweltausschuss des Kreistags behandelt wurde.

Kreisrat Sebastian Leiß betonte, dass die erhöhten Werte die Notwendigkeit der Messungen zeige. »Nach Studien gilt Radon nach dem Rauchen als zweithäufigste Ursache für die Entstehung von Lungenkrebs«, erklärte Leiß. In einem Werkraum der Greta-Fischer-Schule lag der Wert bei 536 Bq/m³, in der Schulküche 336 Bq/m³. Die Schulleitung wurde bereits informiert und angehalten, die Räume regelmäßig zu lüften. Diese Maßnahme sei zunächst ausreichend, erklärte die Kreisverwaltung.

Aufgrund der Ergebnisse sollen nun in den nächsten Monaten in allen weiteren Erdgeschoss- und Keller-Räumen der Schule Langzeitmessungen durchgeführt werden. Sollten weitere Räume die Richtwerte überschreiten, könnten bauliche Maßnahmen nötig werden.

Weitere Räume, in dem der Empfehlungswert leicht überschritten wurde, sind zwei Kellerräume im Landratsamt, das Lager im Kreisbauhof, der Netzwerkraum des Ignaz-Taschner-Gymnasiums, sowie ein Werkraum im Josef-Effner-Gymnasium, sowie dessen Mensa. Maßnahmen müssen dabei jedoch nicht ergriffen werden. Die Kosten für die Messungen beliefen sich auf 2.200 Euro. Über die weiteren Messungen wird den Kreisgremien berichtet.