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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Monday, 1. June 2020 · 23:15 Uhr
 
 
 

»Eisenkurt« Köhler mit neuem Weltrekord

68-Jähriger schafft als erster Mensch 36.000 Schläge am Sandsack

Extremsportler Kurt Köhler aus Erdweg stellte im Fighting-Bodies-Studio in Dachau einen neuen Box-Weltrekord auf. (Foto: OH)
 

Der Extremsportler Kurt Köhler aus Erdweg hat schon zahllose Rekorde aufgestellt. Wenn es um Kraft, Ausdauer, Zähigkeit und Regeneration geht, macht dem 68-jährigen mit dem Spitznamen Eisenkurt niemand so schnell etwas vor. Vergangenes Wochenende hat er einen neuen unglaublichen Weltrekord aufgestellt: 36.000 Powerboxschläge innerhalb von etwas mehr als zweieinhalb Stunden. Der Gegner war zum Glück nur ein Sandsack. Selbst ein austrainierter Profiboxer hätte gegen ihn in dieser Disziplin keine Chance: »Ein Boxer trainiert ganz anders als ich, der hat seine Kraft nach einer Stunde verbraucht...« Da fing Eisenkurt erst richtig an loszulegen, seine Leistungsdaten zeigten an, dass die Intensität seiner Boxhiebe zu keiner Zeit nachließ. Allerdings hatte der Rekordjäger am Ende selbst ganz schön zu kämpfen: »Bei 28.000 Schlägen hatte ich schon das Gefühl, dass meine Arme verbrennen, ab da ging es nur noch über das Mentale...« versichert er der Ausdauergigant, der seinen Körper seit über 30 Jahren an die Grenzen und darüber hinaus führt und der ihn seitdem auch bei höchsten Belastungen immer schneller regeneriereren kann. Schon morgens hatte sich Köhler mit Sport aufgewärmt und in Form gebracht, nach dem Rekord marschierte er noch die zwölf Kilometer vom Fitnessstudio Fighting Bodies in Dachau-Ost, wo die Challenge stattfand, zu Fuß nach Erdweg. Dokumentiert und zertifiziert wurde der Weltrekord von einem offiziellen Kampfrichter des Bayerischen Amateur Boxverbands BABV.

So hart wie der Eisenkurt gegen sich selbst ist – er radelt zur Abhärtung auch im Winter mit nacktem Oberkörper ins Fitnessstudio nach Dachau – so weich ist sein Herz, wenn es um Tiere geht. Das Hängebauchschwein Kuno von Wiesenau ist, in einer Pappmaché-Version, als Maskottchen immer dabei, wenn er neue sportliche Rekorde aufstellt. Das Geld, das er damit verdient, behält der Extremsportler nicht für sich selbst. Es geht als Spende an »Helden für Tiere« von Ralf Seeger, bekannt als Moderator der Vox-Tierschutzsendung »Harte Hunde – Ralf Seeger greift ein«. Als nächstes geht Köhler das Projekt im Juni 2020 das Projekt »Tour de France in zehn Tagen« an. Das, was die Profis in drei Wochen zurücklegen, mutet sich der bald 69-Jährige in der Hälfte der Zeit zu. Eurosport.de wird darüber berichten.