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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 9. May 2021 · 21:48 Uhr
 
 
 

»Was haben Windpocken und Gürtelrose miteinander zu tun?«

Beide Krankheiten werden durch das Varizella-Zoster-Virus (VZV) verursacht, ein Virus, das für beide Erkrankungen zuständig ist.

Als Erstinfektion tritt es immer als Kinderkrankheit in Form von Windpocken auf. Das Virus verbleibt lebenslang im Körper – allerdings in einem sogenannten inaktiven Zustand, so dass das eigene Immunsystem dieses Varizella-Zoster-Virus nicht vernichten kann. In den meisten Fällen kommt es aber zu keiner weiteren Erkrankung, da es vom Körper »in Schach gehalten« wird.

Sind die körpereigenen Abwehrkräfte geschwächt, kann das Virus wieder aktiv werden. Dann aber nicht als Windpocken, sondern als Herpes Zoster – die Gürtelrose. Wer sich also nie mit Windpocken angesteckt hat, kann in der Regel auch keine Gürtelrose bekommen.

Windpocken sind hochansteckend und werden als aerogene Tröpfcheninfektion, über die Luft durch das Einatmen von winzigen Speichel-Tröpfchen, weitergegeben. Auch die Flüssigkeit der Winkpocken-Bläschen ist ansteckend.

Bei der Gürtelrose hingegen ist nur der Bläscheninhalt infektiös. Hier ist der Übertragungsweg hauptsächlich über die sogenannte Schmierinfektion, über die Hände, durch Anfassen von Türgriffen, Wasserhähnen und so weiter möglich.