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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 2. April 2020 · 02:29 Uhr
 
 
 

Workflow-Management

Rausch Druck optimiert Arbeitsabläufe

Setzt auf die Jugend… Alfred Lugsch und sein junger Betriebsleiter Daniel Schwaiger (Foto: öxler)

Wenn’s läuft, läuft’s… Sagt man doch so, wenn bei einem Projekt oder in einem Unternehmen alles wie am Schnürchen läuft, oder? Und genau diesen Eindruck hatte ich am Dienstagvormittag, als ich mit Alfred Lugsch in seiner Druckerei verabredet war. Als quasi »Stammkunde« des ProfiPorträts hatte mich der in Hilgertshausen lebende Unternehmer eingeladen, mal wieder einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Es gäbe zwar so gut wie nichts Neues, meinte er noch am Telefon, aber das nahm ich ihm nicht ganz ab. Denn noch jedes Mal bislang hat er mich mit einer neuen Digitaldruckmaschine hier oder einem neuen Service dort überrascht. Und, um es gleich vorwegzunehmen, auch diesmal hat sich der Weg für mich gelohnt. Nicht nur, dass ich so nebenbei erfuhr, dass das Rausch-Team verstärkt worden ist – von letztem Jahr 35 auf jetzt, aktuell, 41 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nein, auch seinen neuen Betriebsleiter sollte ich dann noch kennen lernen. Aber hierzu später. Denn zunächst mal stellte mir Alfred Lugsch einen Freund und Geschäftspartner vor, der mit ihm gerade die Optimierung der Arbeitsabläufe besprechen würde. Nein, sie hätten keine Geheimnisse, ich könne mich gern dazusetzen. Selber schuld, denn vermutlich habe ich die beiden ganz schön aufgehalten mit meinen Fragen. Aber hallo, wenn ich schon mal Gelegenheit hatte, nen Profi zum Thema Workflow-Management kennenzulernen. Er käme ursprünglich aus dem Bereich des »Color Management«, erzählte mir der in München ansässige Druckerei-Berater. Und auch, dass dieses Farb-Management die Farbverbindlichkeit bei Drucksachen unterstütze – basiert auf etlichen Faktoren von der Druckvorstufe bis zum eigentlichen Druckprozess. Werde es konsequent eingesetzt, so Jochen Günther, könne eine Druckvorlage, die mit einem beliebigen Gerät erstellt worden ist, an jedem Ausgabeort möglichst ähnlich wiedergegeben werden. Es vermeidet Farbstiche beziehungsweise Fehldrucke. Es verbessere die Druckqualität, vereinfacht gesagt. Ah, okay, und wie das dann mit dem erwähnten Workflow-Management aussehe, wollte ich wissen. Und erfuhr, wiederum auf einen für den Laien verständlichen Nenner gebracht, dass es die Druckaufträge und deren Bearbeitung in der Druckerei unterstütze. Eine Art Vorsortierung also, die die gleichmäßige Auslastung der verschiedenen Druckmaschinen optimiert und damit auch das Timing. Weiter bekam ich mit, dass dies ein ständiger Prozess sei und immer wieder »feinjustiert« werden müsse. Deshalb säßen sie zusammen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Zum Verständnis geholfen hat mir, übrigens, das Bild einer Ernte-Sortiermaschine. Beispielweise bei Kartoffeln, nein besser, bei Äpfeln – wenn Rausch Druck schon im Zeichen des saftig grünen Apfels steht: Der Sortierer verteilt das Obst nach Größe, Farbe, Zustand automatisch und erspart Zeit und Kosten. Und bei uns, so Alfred Lugsch, passiert das Gleiche: Mit der EDV gesteuerten Auftrags-Vorsortierung sparen wir letztlich Zeit und Geld. Uns und unseren Kunden, fügte er noch an, während er eine Gesprächspause nutzte, mir Daniel Schwaiger, seinen neuen Betriebsleiter, vorzustellen. Und, welche Überraschung: Wir kannten uns schon – von meinem Besuch bei Rausch Druck im Frühjahr 2016, als Azubi Daniel gerade seine Zwischenprüfung als Medientechnologe abgelegt hat…