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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 1. October 2020 · 15:28 Uhr
 
 
 

Initiative der GZK in Karlsfeld

Neue Coronavirus-Teststation arbeitet

Dr. Dominik Seifert testet eine Patientin auf das Coronavirus. (Foto: KA)

Auf Initiative der Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin im Gesundheitszentrum Karlsfeld (GZK) und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Karlsfeld, geht ab Montag, den 27. April eine weitere Corona-Teststation im Landkreis in Betrieb. Diese besteht aus einem Container und einem Screening-Wagen und befindet sich auf dem Parkplatz vor dem Gesundheitszentrum Karlsfeld, Münchner Str. 187. Bürgermeister Stefan Kolbe begrüßt die Entscheidung, auch in Karlsfeld eine Test- und Screeningsstation zu errichten, und leistet dem Ärzte- und Helfer-Team jegliche moralische Unterstützung.

Die neue Teststelle ist mit dem Landratsamt Dachau und der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) abgestimmt. Es gibt bisher einige Ärzte im Landkreis, auch in Karlsfeld, die den Corona-Test vor Ort in ihren Räumlichkeiten durchführen können, wie zum Beispiel das Dachauer MVZ, andere Ärzte bedienen sich des Containers der Gemeinde Odelzhausen, der Anfang April aufgestellt wurde. Im neuen Karlsfelder Container können sich die Patienten jetzt auch testen lassen. Für Patienten anderer Ärzte, die einen Code für die Zentrale Teststation des Landkreises in Markt Indersdorf erhalten haben, ist die Karlsfelder Teststation nicht zuständig.

Patienten können sich vor dem Eintritt in das Gesundheitszentrum Karlsfeld einem Fieber-Test, sogenannten Screening, unterziehen und werden dann nach Wunsch in die Zielpraxis eingelassen. »Der Hintergrund unserer Aktion ist es, wieder ein bisschen zur Normalität zurückzukehren. Wir haben die Befürchtung, dass Bürgerinnen und Bürger mit Diabetes, der Lungenkrankheit COPD oder Herz- und Krebserkrankungen et cetera aufgrund des Coronavirus nicht mehr in die Praxen gehen. Wir möchten den Menschen die Angst nehmen, denn infizierte Patienten gelangen so nicht mehr in die meist eh schon leeren Praxen. Wir möchten keine ernstzunehmende Krankheit außerhalb des Coronavirus übersehen und geben unseren Patienten damit die nötige Sicherheit«, erklärt Dr. Dominik Seifert vom Ärzteteam der Allgemeinmedizin.

Zudem wird für Patienten mit Infekt-Zeichen eine räumlich getrennte Fiebersprechstunde in einem Container auf dem Parkplatz angeboten. Hier werden akut erkrankte Patienten adäquat versorgt. Hierdurch soll eine Trennung zu den Praxen im Gesundheitszentrum erreicht werden.

Wer sich lediglich auf das Coronavirus ohne Besuch des Gesundheitszentrums testen lassen möchte, wird gebeten, sich auf dem Parkplatz am Anhänger vor dem Container zu melden. Hier wird ein Code ausgegeben und den Patienten nach Richtlinie des Robert Koch-Instituts (RKI) eine Abstrichindikation gestellt. Es werden nicht nur Patienten des Gesundheitszentrums getestet, sondern auch Patienten mit einer Überweisung von anderen Arztpraxen, um diese zu entlasten.