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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Friday, 1. July 2022 · 15:02 Uhr
 
 
 

5.150 Euro »zusammengeradlt«

Chaoscityriders überreichen Spende an Behinderte & Freunde

Spendenübergabe mit (von li) Radler Thomas Schmacht, Benjamin Markovic, Christine Unzeitig, Bernard Zeidler und Ute Tippelt. (Foto: VR-Bank)

Mit einer so hohen Summe hatte die Vereinsvorsitzende Christine Unzeitig nicht gerechnet. Stattliche 5.150 Euro konnten die Chaoscityriders aus ihrer Aktion beim Stadtradeln sammeln und dem Verein Behinderte & Freunde Stadt und Landkreis Dachau überreichen. Die symbolische Übergabe fand in der Volksbank Raiffeisenbank Dachau im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung des Vereins »Blüten in der Bank« statt.

Unter dem Motto »Von Dachau für Dachau« sammeln die vier Chaoscityriders Bernard Zeidler, Benjamin Markovic sowie Michael und Tobias Pietzonka seit Jahren in Aktionen Spenden für wohltätige Zwecke. Dass ihr Verein nun in den Genuss einer so hohen Spendensumme kommt, freute Christine Unzeitig sehr. »Das ist großartig! Wir werden das Geld für Ausflüge mit dem behindertengerechten Bus verwenden, die wegen der Pandemie nicht möglich waren«, so Unzeitig.

Mit 121 aktiven Teilnehmern war das Team der Chaoscityriders das größte beim Stadtradeln, das von 6. bis 26. Juni stattfand. Auch die 42.128 erradelten Kilometer können sich sehen lassen. »Unser Aufruf lautete: Je mehr Kilometer, desto mehr Spenden!«, berichtete Bernard Zeidler. Für die Aktion konnten viele Spender und Sponsoren gewonnen werden, wie Zeidler mitteilte. Unter anderem die Volksbank Raiffeisenbank Dachau, die Sparkasse Dachau, BKK-Provita, Greif Inkasso, Radsport Böhm, Esbe, P3 Security und Raquis Hausmeisterservice.

Als Einzelfahrer leistete Thomas Schmacht aus Erdweg mit mehr als 4.000 Kilometern einen beachtlichen Beitrag zur Aktion. Damit übertraf er die beste Wertung aus dem Stadtradeln im Jahr 2015. Das hatte sich der 55-jährige zum Ziel gesetzt. Schmacht nutzte seinen Urlaub, um mit dem Fahrrad nach Süditalien zu fahren. »2.500 Kilometer bis nach Kalabrien in 20 Tagen. Die Adriaküste runter und die Mittelmeerküste wieder rauf«, berichtete er.

Zum Mitmachen eingeladen waren auch alle, die nicht radeln, aber CO2-neutral unterwegs sind. »Zum Beispiel Jogger, Walker, Spaziergänger, Schwimmer und Rollerblader. Somit kamen insgesamt 51.033 Kilometer zusammen«, rechnete Benjamin Markovic aus.

Besonders erwähnt wurde an diesem Abend die Dachauerin Ute Tippelt. Sie ist Mitglied im Verein Behinderte & Freunde Stadt und Landkreis Dachau und fuhr für die Aktion mit ihrem Rollstuhl 120 Kilometer.