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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Friday, 14. May 2021 · 00:02 Uhr
 
 
 

Drängendes Wohnraumproblem

Aktuell begleitet das Mehrgenerationenhaus ehrenamtlich eine Familie mit vier Töchtern, die von einer Eigenbedarfskündigung betroffen ist. Sollte sich bis Ende Juni keine andere Möglichkeit finden, wird Familie T. auf eine Obdachlosenunterkunft angewiesen sein. Diese Aussicht ist sowohl für die Eltern als auch für die älteren Töchter (zwölf und 13 Jahre alt) sehr erschreckend und beschämend. Die Eltern sind seit längerer Zeit auf Wohnungssuche, da seit Geburt der jüngsten Tochter (neun Monate) die aktuelle Wohnung zu klein geworden ist.

Der aus der Türkei stammende Vater ist Vollzeit erwerbstätig und bezieht aufzahlend ALG II (Arbeitslosengeld II). Die Eltern haben die Erfahrung gemacht, dass bezahlbare Wohnungsangebote immer rarer werden. Für die wenigen privat angebotenen Wohnungen, gibt es sehr viele Bewerber. Zwar wurde die Mietobergrenzen, die vom Jobcenter bezahlt werden, angehoben. Trotzdem werden in und um Dachau nur äußerst selten Wohnungen zu einem entsprechenden Preis angeboten. Auf diesem umkämpften Markt hat eine Familie mit vier Kindern und dem beschriebenen sozialen Hintergrund kaum Chancen.

Bei der Stadt Dachau hat Familie T. eine Sozialwohnung beantragt. Hier erhielt sie die Auskunft, dass die Vergabezeit für eine Sozialwohnung in der benötigten Größe mindestens sieben Jahre beträgt. Ohne die Kinder aus ihrem sozialen Umfeld herauszureißen, benötigen sie einen Wohnraum in oder nahe bei Dachau.

Die Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses nehmen ein geeignetes Angebot gerne entgegen unter Telefon 08131-615 01 29 oder Email familienpaten@awo-dachau.de.