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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 9. August 2020 · 04:13 Uhr
 
 
 

Rückbau des Hilfskrankenhauses

Einsatzkräfte ziehen Zwischenbilanz in der Krise

Zum Glück wurde das Hilfskrankenhaus nicht gebraucht und nun wieder zurückgebaut. (Foto: KFV)
 

Nach den Vorgaben des Staatsministeriums für Gesundheit wurde das Select-Hotel Dachau im April in ein Hilfskrankenhaus umfunktioniert, um Behandlungskapazitäten mit Sauerstoffversorgung für den erwarteten Anstieg von COVID-19-Patienten zu schaffen. Glücklicherweise hat die Entwicklung der Infektionszahlen im Bereich der Leitstelle Fürstenfeldbruck einen guten Verlauf genommen, so dass das Hilfskrankenhaus letztendlich nicht belegt werden musste. Aufgrund der aktuellen Infektionszahlen in den vier Landkreisen des Leitstellenbereichs Fürstenfeldbruck sowie den derzeitigen Ressourcen in den Akutklinken wurde durch die Führungsgruppe Katastrophenschutz in Abstimmung mit den übergeordneten Stellen bei der Regierung von Oberbayern sowie der Bayerischen Staatsregierung entschieden, das Corona-Hilfskrankenhaus in Dachau nun wieder abzubauen.

Für den Rückbau waren in den letzten Tagen das THW (18 Einsatzkräfte, 95 Einsatzstunden) und zwölf Feuerwehren unter Führung der Kreisbrandinspektion Dachau (83 Einsatzkräften, 415 Einsatzstunden) eingesetzt. Die Feuerwehren Altomünster, Haimhausen, Hebertshausen, Markt Indersdorf, Niederroth, Oberroth, Pellheim, Peterhausen, Röhrmoos, Schwabhausen, Vierkirchen und Weichs haben sich an den Arbeiten mit Mannschaft und Gerät beteiligt.

An dieser Stelle möchte die Kreisdbrandinspektion Dachau eine Zwischenbilanz über die durch Feuerwehr und THW bisher ehrenamtlich geleisteten Tätigkeiten seit der Feststellung des Katastrophenfalls zur Pandemiebewältigung in Bayern ziehen, über verschiedene Einzelaktionen wurde bereits auf der Homepage des Kreisfeuerwehrverbands Dachau www.kfv-dachau.de berichtet.

Folgende Tätigkeiten wurden durch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte in den letzten Wochen geleistet:

Aufbau der Corona-Teststrecke in Indersdorf mit Anpassungen an die Anforderungen

Warndurchsagen über die Ausgangsbeschränkungen durch die Dispogruppe, Warnen des Landkreises Dachau an mehreren Wochenenden/Feiertagen (Feuerwehren Ampermoching, Hilgertshausen, Pasenbach, Sittenbach und das THW)

Transporte von Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel und Ausrüstungen aus der Landesbeschaffung

Verteilung der Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel für die Pflegeeinrichtungen und Pfarrverbände im Landkreis

Aufbau von Sanitätszelten vor den Nothilfen der Kliniken in Dachau und Indersdorf

Aufbau von Sanitätszelten für die temporäre Unterbringung der KVB-Praxis in Indersdorf, Umzug der KVB-Praxis und Rückumzug

Errichtung und Abbau des Hilfskrankenhauses in Dachau

Aus den oben genannten 16 Feuerwehren und der Kreisbrandinspektion leisteten 390 Einsatzkräfte rund 1.800 Stunden, das THW OV Dachau erbrachte mit insgesamt 255 Helfern rund 1.400 Einsatzstunden. Als Summe ergeben sich daraus beachtliche 645 Einsatzkräfte und rund 3.200 Stunden ehrenamtlicher Dienst für die Pandemiebewältigung im Landkreis Dachau, die neben dem eigentlichen Einsatzgeschehen aufgebracht wurden.