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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Friday, 25. September 2020 · 03:36 Uhr
 
 
 

Frau Meise, bitte zu Tisch!

Vogelfutter am besten selber machen

Sogar die alte Tasse wird eine tolle Snackbar für Wintervögel. (Foto: NABU)

Immer wieder wird diskutiert, ob die Plastiknetze der Meisenknödel eine Gefahr für Vögel darstellen, weil sie sich mit ihren Krallen darin vergangen können. Auf jeden Fall sind die Millionen Plastiknetze eine Umweltbelastung, die nicht sein muss - selbstgemachtes Winterfutter ist nicht nur günstiger, sondern kann zum Blickfang im WIntergarten werden.

Zutaten für eine Futterglocke:

Etwa 150 Gramm Fett (z.B. Rinder- oder Hammeltalg vom Metzger). Man kann auch andere Fette ausprobieren, die aber schon bei Temperaturen von zirka +10°C ausreichend aushärten müssen. Zu weiches Fett kann zur Verschmutzung der Vogelfedern führen und dadurch schaden. (Mehr Information zu tierischen Produkten unter www.nabu.de/fleisch.) Als pflanzliche Alternative kann man Kokosfett verwenden.

Rund 150 Gramm Körnermischung, vor allem Sonnenblumenkerne, dazu etwas Hirse, Hanfsamen, Leinsamen, Haferflocken und/oder Erdnuss- oder Haselnussbruch.

Ein Stück Kordel, einen Zweig, mindestens zehn Zentimeter länger/höher als der Topf. Einen Tontopf mit rund zehn Zentimetern Durchmesser oder ein anderes geeignetes Gefäß.

Anleitung:

Das Fett wird vorsichtig in einem Topf erwärmt. Wenn es weich ist, die Körnermischung hinzugegeben. Mit einem Schuss Speiseöl verhindert man, dass das Fett zu hart wird und bröckelt.

Die Kordel an das Stöckchen binden und danach durch das Loch im Tontopf ziehen. Damit die Vögel die Futterstelle besser anfliegen können, sollte das Stöckchen mindestens zehn Zentimeter herausragen. Danach gut auskühlen lassen. Alternativ kann man aus der abgekühlten, aber noch formbaren Masse Knödeln formen, dabei das Seil zum Aufhängen mit einarbeiten.

Der Platz für die Futterstelle sollte eher an einer schattigen Stelle sein, damit sich der Inhalt an sonnigen Wintertagen nicht zu sehr erwärmt und dann herausfällt. Statt Glocken zu gießen oder Knödel zu formen, kann man die Masse auch an Baumstämme streichen.

Weitere Infos und Anleitungen unter www.nabu.de