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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Friday, 18. September 2020 · 13:16 Uhr
 
 
 

Bewegender Abschied von Anton Kreitmair

Familie, Freunde, Wegbegleiter geben ihm die letzte Ehre

Anton Kreitmair 2015 beim Interview auf unserem »dachauer regiestuhl«. (Foto: Foto Sessner)
 

Der Friedhof in Kleinberghofen konnte die gut 500 Besucher gar nicht fassen, viele mussten auf den Pfarrgarten und Parkplatz ausweichen. Neben der Familie haben Toni Kreitmair, der mit erst 57 Jahren verstorben war, Freunde, Nachbarn, Vereine und Weggefährten aus Politik und Bauernverband letzten Dienstag auf seinem letzten Weg begleitet. Auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner hielt eine Trauerrede und würdigte ihn als Mensch und Politiker: »Seine Glaubwürdigkeit war sein größter Trumpf. Er war ein echter Kämpfer, standhaft, unverstellt und glaubwürdig«.

In der Nacht von Freitag auf Samstag (11./12. September) verlor Anton Kreitmair den Kampf gegen sein Krebsleiden. Vielen war er mehr als engagierter Landwirt, Politiker und Kreisobmann des Bauernverbandes, er war ein offener, ehrlicher und humorvoller Mann, denn viele als treuen Freund in Erinnerung behalten werden.

Auch Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath fand bewegende Worte zum Abschied: »Die Welt steht heute still im Landkreis Dachau: Toni Kreitmair hat den langen Kampf gegen seine Krankheit verloren. Ich bin geschockt und traurig: Mit Toni verlieren wir einen wundervollen Menschen, der nie sich selbst, sondern stets die Sache in den Mittelpunkt gestellt hat... Er war hilfsbereit, hatte stets ein offenes Ohr und hat sofort den Draht zu den Menschen gefunden. Und man konnte sich auf ihn verlassen, ohne Wenn und Aber. So werden wir ihn in Erinnerung behalten. Ich bete für Toni und für seine Angehörigen. Es schmerzt unheimlich, dass er nicht mehr unter uns ist. Servus, Toni!«

Landrat Stefan Löwl war überrascht und geschockt von der Todesnachricht: »Ich werde Toni Kreitmair vermissen, der durch seine Art und sein unglaubliches Engagement in Politik und beim Bauernverband nicht nur ein wirklicher Fachmann mit Weitblick und Verantwortungsbewusstsein war, sondern auch ein großes Netzwerk besaß, welches er immer – von großen bis zu kleinen Anliegen – für die Bürgerinnen und Bürger, seine Gemeinde, unseren Landkreis und natürlich die Bauernschaft einsetzte. Ich werde ihn persönlich sehr vermissen und auch im Kreistag sowie im Landkreis wird er eine deutlich spürbare Lücke hinterlassen. Meine Gedanken sind nun bei seiner Familie, seinen Freunden und Weggefährten. Ich wünsche Ihnen allen Kraft und Stärke sowie Gottes Trost und Beistand«.

Auch die gesamte politische Jugend verliert einen Freund, der »immer zu seinem Wort stand, auch wenn es unpopulär war und einiges an Diskussionen mit sich brachte. Wir verlieren einen Förderer, der bei allen Entscheidungen immer an die Jugend und nächste Generation dachte. Mit Toni verlieren wir einen wahrhaftigen Freund! Der Verlust schmerzt sehr. Wir werden sein Andenken in Würde wahren. Mach’s gut und bis bald, Toni! Es war uns eine Ehre«, so der Junge Union Kreisverband Dachau.