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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 31. March 2020 · 02:50 Uhr
 
 
 

Indersdorfer Volksfest abgesagt

Wegen Corona-Pandemie »unrealistisch und deplatziert«

Über 45 Vereine versammelten sich 2019 auf dem Indersdorfer Marktplatz um anschließend den Auftakt des Volksfestes zu feiern. Solche Bilder werden wir hoffenltich wieder 2021 sehen. (Foto: Weimer&Paulus)

Seit langem laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und sind größtenteils bereits abgeschlossen: Hochkarätige Kapellen und Bands wie die Blechblos‘n, Cagey Strings und Ois Easy sind fest gebucht und auch das von Kapplerbräu Altomünster eigens für das Fest gebraute Volksfestbier steht schon größtenteils in Edelstahltanks für den bevorstehenden Ausschank bereit. Die Rede ist vom Indersdorfer Volksfest, das vom 15. bis 24. Mai hätte stattfinden sollen. Doch daraus wird nun nichts. Denn trotz des behördlichen Verbotes bis aktuell lediglich 19. April hat sich Veranstalter Josef Schuster jun. gemeinsam mit Festwirt, Brauerei und Schaustellern und in enger Absprache mit der Marktgemeinde Indersdorf bereits jetzt zu einer Absage entschlossen.

»Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie und der damit verbundenen Konsequenzen ist die Durchführung eines Volksfestes in knapp neun Wochen unrealistisch und deplatziert«, so Josef Schuster jun. »Wir gehen aktuell davon aus, dass das Verbot für die Durchführung von Großveranstaltungen über den 19. April hinaus verlängert wird. Und auch wenn dies widererwartend nicht der Fall sein sollte und es dem Veranstalter beziehungsweise Festwirt überlassen wird, ob er absagt oder nicht, stehen wir zu unserer Entscheidung das Fest in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Wir möchten nicht, dass sich Gäste und Mitarbeiter einem erhöhten Ansteckungsrisiko aussetzen«.

Eigentlich wäre in diesen Tagen eine Pressemitteilung herausgegangen, die über den Reservierungsstart und Neuerungen auf dem Indersdorfer Volksfest 2020 informieren sollte und die aktive Werbephase für das Fest hätte begonnen. Schuster jun.: »Bei der aktuellen Situation zu sagen: Liebe Leute wir freuen uns übrigens schon narrisch mit Euch auf den Beginn unseres Indersdorfer Volksfestes und Ihr habt nun die Möglichkeit bereits Tische zu reservieren – nein, das ist für mich undenkbar«. Einer der wichtigsten Grundpfeiler des Indersdorfer Volksfestes sei die Freude am miteinander Feiern. »Genau diese unbeschwerte Freude wäre aber aufgrund der momentanen Situation – die geprägt ist von großer Unsicherheit und zahlreichen Einschränkungen in unseren alltäglichen Gewohnheiten - mit großer Wahrscheinlichkeit nicht wie sonst gegeben«, so der Veranstalter weiter.

Auf den Einstand von Festwirtsfamilie Brandl auf dem diesjährigen Indersdorfer Volksfest hat sich Schuster jun. besonders gefreut und lobt die sich bereits in der Vorbereitungsphase gezeigte, angenehme und professionelle Zusammenarbeit. Der neue Festwirt Peter Brandl hat großes Verständnis für die Absage. Gerne wäre er und seine Familie in diesem Jahr auf dem Indersdorfer Volksfest für die Gäste da gewesen. Das Wohl und die Sicherheit von Gästen und Mitarbeitern stehe aber uneingeschränkt im Vordergrund. Sein Engagement in Indersdorf sei aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Peter Brandl betont, dass er auch für das Indersdorfer Volksfest 2021 zur Verfügung stehe und sich mit dem Veranstalter diesbezüglich bereits vertraglich geeinigt habe.

Alle Gäste die bereits Tische für dieses Jahr reserviert haben, bekommen die Reservierungsgebühr nun selbstverständlich zurückerstattet, verspricht Brandl. Er hofft nun, dass sich die Situation zeitnah verbessert und die erst im Sommer und Herbst stattfindenden Feste wie das Karlsfelder Siedlerfest und die Cannstatter Wasen wie geplant stattfinden können.