2.38°C

Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 29. February 2020 · 02:17 Uhr
 
 
 

Spielothek »Fun & Win«

… in neuem, schönerem Ambiente

Servus, ich bin der Peter… magst was trinken… Kaffee, Wasser… so kam mir vor acht Tagen Peter Schell in seiner Spielothek entgegen. Kaffee, ja, gern. Entwaffnend freundlich und offen bot er mir auch gleich an, dass ich mich gerne umsehen und fotografieren könne. Er müsse sich noch ein paar Minuten entschuldigen, da Medienberaterin Sophia Einsle mit ihm noch schnell die aktuellen Geschäftsanzeigen abstimmen möchte. Kicker, Dart, Billard, Geldspielautomaten. Alles blitzte und funkelte. Mhhh – viel Platz, fiel mir auf. Angenehme Atmosphäre. Von einer kleinen Sitzgruppe her hörte ich laute Stimmen und Lachen. Sophia und Peter beim Arbeiten. Foto, klick… klick… klick… Hey, du sollst nicht uns fotografieren, sondern die neu gestaltete Halle, meinten sie. Hatte ich längst, nahm darum von der Theke meinen Kaffeebecher und setzte mich zu ihnen. Ja, das Café »Relax« ist in der Geschäftsanzeige genannt, gut, meinte Peter Schell. Die Bodenleger würden dort heute noch fertig werden, erwähnte er in meine Richtung, und dann wäre die Renovierung auch seines Café-Bistro-Bar-Bereichs abgeschlossen. Schade, bemerkte ich, dass man zwar ins »Relax« rüberschauen kann, aber keinen Zugang von der Spielothek aus habe. Genau das sei gewollt, müsse so sein, erfuhr ich, dies sei eine gesetzliche Vorgabe, ja, und so halte er es: kein Alkohol im Spielbereich, kein Spiel im Bar- und Bistrobereich. Ein No-Go genauso wie andere Auflagen und Vorschriften für Spielhallen, klärte mich Peter auf, und betonte in diesem Zusammenhang auch, dass Glücksspiel definitiv »nix« für Kinder und Jugendliche, also erst ab18 Jahren gestattet ist. Es werde im Fun & Win von allen strengstens kontrolliert, genauso wie er darauf achte, dass sich seine Mitarbeiter an das Spielverbot im Haus halten. Dem wichtigen Thema entsprechend gab sich mein Gesprächspartner: Sein jungenhaftes Lachen wich einen Moment einer ernsteren Miene. Auch auffällig spielende Gäste stünden unter Beobachtung, hörte ich und ebenso, dass ich keinerlei Glückssymbole, quasi als Anregung zu einem Spielchen, sehen würde. In diesem Zusammenhang bat er mich auch, »Fun & Win« nur als Spielhalle beziehungsweise Spielothek und ja nicht als Casino zu bezeichnen. Das sei sein Unterhaltungstreffpunkt definitiv nicht. Mich beeindruckte dieses Verantwortungsbewusstsein und kurzzeitig hatte ich das Gefühl, eine Lehrstunde in Sachen Spiel- und Automatenglück zu bekommen, und sagte das auch. Ein Grinsen machte sich im Gesicht meines Gegenübers breit. Ja, der Eindruck könne schon stimmen, schließlich habe er ein Jahr an der Dachauer Berufsschule als Lehrer gearbeitet und helfe dort auch heute noch manchmal aus, wenn Not am Mann sei. Glücksspiel an der Berufsschule? Nein, aber dort werde, übrigens als einziger bayerischer Berufsschule der staatlich anerkannte Ausbildungsberuf des Automatenfachmanns angeboten. Ja, und da er schon seit 26 Jahren diesen Beruf ausübe, sei man halt irgendwann auf ihn zugekommen. Seit 26 Jahren? Ja, nach seiner Ausbildung zum Kfz-Mechaniker habe er diese Zweitausbildung, damals noch in Bonn, gemacht und sei im 1969 gegründeten Automatenbetrieb seines Stiefvaters Walter Schmid mit eingestiegen. Später hätten sie dann gemeinsam die WSP Automaten GmbH gegründet, zu der heute auch die Spielothek »Fun & Win« gehöre. Seine Augen blitzten und verrieten ein klitzekleines bisschen Stolz. Vermutlich auch, weil ihm mit der Renovierung und Umgestaltung ein völlig neues, ansprechendes Ambiente gelungen ist. Ach ja, wer sich selbst davon überzeugen möchte, wird Mitte, Ende Mai hierzu Gelegenheit bekommen: Eine große Einweihungsfete sei geplant, verriet Peter Schell, zu der die Leserinnen und Leser der Wochenendzeitung Kurier (und ich) schon jetzt herzlich eingeladen sind.