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Monday, 10. May 2021 · 19:56 Uhr
 
 
 

Sicherung und Fortführung des Gründungsauftrags

Franziskanerinnen von Schönbrunn und Franziskuswerk gründen Stiftung

Sr. M. Benigna Sirl überreicht dem Vorsitzenden des Stiftungsvorstands, Markus Tolksdorf, die Stiftungsurkunde und die Stiftungssatzung. Mit dabei Michaela Streich und Markus Holl. (Foto: Franziskuswerk)

Am 8. Dezember wurde die Viktoria-von-Butler-Stiftung, benannt nach der Frauenrechtlerin und Gründerin Schönbrunns, mit einem Fest der Franziskanerinnen von Schönbrunn offiziell gegründet. Die Kongregation überträgt damit das Immobilienvermögen des Ordens an den Standorten Schönbrunn und Gut Häusern der Stiftung und gibt es damit in weltliche Hände.

Es war ein Schritt der vorabsehbar war, jedoch eine schwere Entscheidung für die Franziskanerinnen. Diese mussten sich über die neue Lage des Ordens bewusst werden und Entscheidungen für die Zukunft treffen. Von einem »Entflechtungsprozess« war im Vorfeld die Rede beim offiziellen Pressegespräch mit Generaloberin Sr. M. Benigna Sirl und Markus Tolksdorf, dem neuen Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes und gleichzeitig Geschäftsführer der Franziskuswerk Schönbrunn gGmbH.

Einer der Hauptbewegungsgründe für die Gründung der Stiftung war der noch nie da gewesene Mangel an Nachwuchs. Zurzeit sind es 63 Nonnen, 23 davon über 80 Jahre, die »jüngste« ist 33 Jahre alt. Es ist dem Orden wichtig, so Benigna Sirl, dass »der Gründungsauftrag der Kongregation auf Dauer gesichert und zeitgemäß fortgeführt wird«.

Der Stiftungsvorstand besteht aus Markus Tolksdorf, Michaela Streich und Markus Holl, die ebenfalls die Geschäftsführung und die Leitung des Franziskuswerks Schönbrunns bilden. Zusätzlich wird es noch einen Stiftungsrat geben, der aus neun Personen besteht, darunter fünf Ordensschwestern, sowie Elke Hümmeler, Ordinariatsdirektorin der Diözese München, Josef W. Karl, Inhaber der MicroNova AG in Vierkirchen als Vertreter der heimischen Wirtschaft, Tilly Miller, Lehrstuhlinhaberin an der Katholischen Stiftungsfachhochschule für Sozialpädagogik & Politikwissenschaft und Niko Roth, ehemaliger Finanz- und Personalvorstand beim Deutschen Caritasverband.

Nun kann sich der Orden darauf konzentrieren zu einem »geistlichen Zentrum« zu werden, in dem Spiritualität, liturgische Feiern und Dienste der Diakonie im Vordergrund stehen.