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Tuesday, 18. May 2021 · 18:57 Uhr
 
 
 

Steckerleis für (fast) alle

Besuch in der Werkstatt für behinderte Menschen

Viel Spaß trotz Abstand beim Besuch im Franziskuswerk (von li) Valentin Schmitt, Bernhard Seidenath, MdL, Katrin Staffler, MdB, Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Michaela Streich. (Foto: Franziskuswerk)

Hoher Besuch in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) Schönbrunn: der Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath, die Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler und Bezirkstagspräsident Josef Mederer besuchten am Montag, den 13. Juli, die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) des Franziskuswerks Schönbrunn. Seit der Aktion »Rollentausch« 2008, bei der Seidenath einen Tag in der Arbeitsgruppe Lohnfertigung 5 mitgearbeitet hatte, kommt er einmal im Jahr mit einer großen Gefriertasche mit Steckerleis zu einem Besuch vorbei. In der Regel begleiten ihn dabei hochrangige Parteifreunde.

Geschäftsführerin Michaela Streich und Geschäftsbereichsleiter Valentin Schmitt informierten Staffler und die beiden Politiker über die Maßnahmen, welche die WfbM zum Schutz vor einer Übertragung des Corona-Virus getroffen hat. »Die Beschäftigten der Arbeitsgruppen sind entsprechend der Belegung der einzelnen Wohngruppen zusammengefasst, um eine mögliche Ausbreitung schon allein dadurch einzudämmen. Derzeit arbeiten etwa 70 Prozent der Beschäftigten unter Beachtung der Abstandsregeln und mit einem Mund-Nase-Schutz in 20 statt wie bisher in 13 WfbM-Gruppen. Das gelingt nur, weil die Edith-Stein-Förderstätte ihren Betrieb noch nicht starten durfte. Die Produktionsaufträge der Werkstatt können dennoch trotz neuer Gruppenbelegung sicher weitergeführt werden«, so Streich.

»Für die Fachkräfte der WfbM ist es eine neue Herausforderung, die Menschen mit Behinderung an die neuen Arbeitsaufträge heranzuführen, ebenso an die neuen Gruppenräume, die neue Arbeitsgruppe und die neuen Betreuer. Umgekehrt ist es auch für die Menschen mit Behinderung eine neue Herausforderung, sich an die neuen Arbeitsaufträge, die neue Arbeitsgruppe und an das für sie neue Personal zu gewöhnen«, ergänzte Schmitt.

Im weiteren Gespräch waren sich die Politiker und Geschäftsführerin Michaela Streich einig, dass es in der weiteren Bewältigung der Corona-Pandemie hilfreich sei, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und der Pflege differenziert zu betrachten. Ein kräftiger Applaus der Beschäftigten als kleines Dankeschön für das Steckerleis beendete den Besuch.