13.35°C

Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 8. May 2021 · 13:01 Uhr
 
 
 

Zwölf Absolventen bestanden

Berufsfachschule für Altenpflege gratuliert

Die Abschlussklasse der Berufsfachschule für Altenpflege in Gut Häusern. (Foto: Franziskuswerk)

Die Berufsfachschule für Altenpflege gratuliert zwölf Absolventen zur bestandenen Prüfung ihrer generalistischen Pflegeausbildung. Sechs Frauen und Männer haben ihren Abschluss in der Gesundheits- und Krankenpflege, sechs in der Altenpflege gemacht. Zwei von ihnen, Branka Perica und Thomas Kappen, wurden für ihren hervorragenden Abschluss der Berufsfachschule und einer Durchschnittsnote von 1,44 mit dem »Staatspreis für einen hervorragenden Abschluss der Absolventen der Berufsfachschulen« ausgezeichnet.

Die Urkunden überreichten die Bürgermeister der Gemeinden Röhrmoos und Markt Indersdorf, Dieter Kugler und Franz Obesser. Schülersprecher Thomas Kappen hob in seiner Abschlussrede hervor, wie notwendig er die allgemeine Einführung einer generalistischen Pflegeausbildung hält. Er selbst hat seinen Abschluss in der Altenpflege gemacht. Bei seinem Einsatz im Krankenhaus hat er erlebt, wie wichtig altenpflegerische Kompetenzen dort wegen der Zunahme hochaltriger und multimorbider Patienten sind. Umgekehrt kommen ihm in seinem Tätigkeitsfeld, der ambulanten Altenpflege, seine im Krankenhaus erworbenen Fähigkeiten sehr zugute.

Schulleiterin Dr. Angela Hansmann-Goertz betonte, wie wichtig es ist, den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen und zitierte dazu Papst Benedikt XVI mit den Worten: »Berufliche Kompetenz ist eine erste, grundlegende Notwendigkeit, aber sie allein genügt nicht. Es geht ja um Menschen und Menschen brauchen immer mehr als eine bloß technisch richtige Behandlung. Sie brauchen Menschlichkeit. Sie brauchen die Zuwendung des Herzens«. Sie fügte noch hinzu, dass trotz einer zunehmend wirtschaftlichen Sichtweise auch und gerade im Gesundheitsbereich der Mensch mehr ist als die Differenz zwischen den Kosten, die er verursacht und dem Geld, was er einbringt. Sie ermutigte die neuen Pflegefachkräfte, sich einer unabhängigen Interessensvertretung anzuschließen, um für die gemeinsame Sache einzutreten und die Pflege voranzubringen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen auf der Schulterrasse verabschiedeten sich die Absolventen, ihre Familienangehörigen und Freunde, Praxisanleiter und Dozenten mit einem lachenden aber auch manchem weinenden Auge.