Schüler und Schülerinnen der Klasse 5b an der Mittelschule Erding nähten fächerübergreifend in „Kunst“ sowie in „Werken und Gestalten“ Herzen für den Christophorus Hospizverein Erding.
Patricia Schuster, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Hospizverein und Verwaltungsangestellte an der Mittelschule, berichtete den Lehrerinnen Illona Niederschweiberer und Eva Schemmel davon, dass in der Trauerarbeit Herzen zur seelsorgerlichen Unterstützung eingesetzt werden und ob sie dies gerne unterstützen möchten. Nach einem Gespräch mit der Klasse und einem Informationsbrief an die Eltern war schnell entschieden, dass sich die Schülerinnen und Schüler gerne an dem Projekt beteiligen möchten.
So wurden zuerst Papierherzen als Vorlage ausgeschnitten, passende Stoffe ausgewählt, die Herzen genäht, gefüllt und mit Hand die Wendeöffnung verschlossen. Wichtig immer, genau zwei gleiche Herzen anzufertigen und sie anschließend zu einem Paar zusammenzubinden: eines für den Sterbenden und ein Herz für die Angehörigen.
So konnten am 17. Juli etwa 50 Herzpaare an Tanja Hagl, Koordinatorin vom Hospizverein, überreicht werden. Sie nahm sich die Zeit, kam zu der Klasse 5b in den Unterricht, erzählte den Schülerinnen und Schülern von der Trauerarbeit und beantwortete geduldig interessierte Schülerfragen.
Dieses Projekt hat nicht nur die fachlichen Fertigkeiten gefördert, sondern, was noch viel wichtiger ist, die Schülerinnen und Schüler über die Arbeit des Hospizvereins in ihrer Heimatstadt aufgeklärt und Mitgefühl und Empathie geweckt.