Die „Bayerische Motoren Oper” verhandelt Glück in Milbertshofen | Kurier Dachau

Veröffentlicht am 27.07.2026 10:50

Die „Bayerische Motoren Oper” verhandelt Glück in Milbertshofen

„Glück in Milbertshofen” ist das Thema der „Bayerischen Motoren Oper”, die an zwei Terminen im Kulturhaus gezeigt wird.  (Foto: Werkmünchen)
„Glück in Milbertshofen” ist das Thema der „Bayerischen Motoren Oper”, die an zwei Terminen im Kulturhaus gezeigt wird. (Foto: Werkmünchen)
„Glück in Milbertshofen” ist das Thema der „Bayerischen Motoren Oper”, die an zwei Terminen im Kulturhaus gezeigt wird. (Foto: Werkmünchen)
„Glück in Milbertshofen” ist das Thema der „Bayerischen Motoren Oper”, die an zwei Terminen im Kulturhaus gezeigt wird. (Foto: Werkmünchen)
„Glück in Milbertshofen” ist das Thema der „Bayerischen Motoren Oper”, die an zwei Terminen im Kulturhaus gezeigt wird. (Foto: Werkmünchen)

Erst ein Paukenschlag, dann beginnt die Sommerpause im Kulturhaus: Regisseurin Kristina Wuss nimmt sich bereits zum zweiten Mal des Stadtteils an und hat eine „konstruktive Oper über Glück in Milbertshofen” geschrieben: die „Bayerische Motoren Oper”. Unter den Mitwirkenden befinden sich mehrere renommierte Opernprofis. Am Samstag, 1., und Dienstag, 4. August, ist das Werk zu sehen. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt regulär 7 beziehungsweise ermäßigt 5 Euro. Karten sind unter der Adresse pretix.eu/kulturhaus-milbertshofen/Motorenoper erhältlich. Reserviert werden können sie unter der Telefonnummer 01787636603. Die Veranstaltung wird vom Bezirksausschuss 11 (Milbertshofen-Am Hart) gefördert. Das Kulturhaus befindet sich am Curt-Mezger-Platz 1.

Dieses Grammophon hat's in sich

Ein Opernsänger namens Enrico kauft in Rom ein Grammophon und findet darin Aktien und Bilanzen der Bayerischen Motoren-Werke, Programme der Salzburger Festspiele, Flugzeug-Fotos und Stadtansichten aus München, eine Platte von Caruso. Die Sachen gehörten „Haifisch“ Camillo Castiglioni (1879-1957), dem einstmals reichsten Mann der Welt, BMW-Eigner, in München-Milbertshofen tätig.

Kein Salzburg ohne Milbertshofen

Enrico legt einen Hebel um und gerät in Salzburger „Jedermann”-Proben von Regisseur Max Reinhardt 1926, in eine Aktionärsversammlung, eine Motorrad-Fertigungsstraße, in einen Zeppelin mit Ferdinand Porsche, einen St. Georgs-Drachen-Kampf, in ein München, das am Meer liegt und nicht zuletzt in Opernszenen. Ihm wird klar: Ohne Milbertshofen keine Salzburger Festspiele. Er merkt, dass dieses München-Milbertshofen einen Sog entwickelt und seinem Leben eine unerwartete Wendung gibt. Unterwegs begegnet er dem Dichter Ludwig M. Brandl, der mit großem Tempo Glückspfennige auslegt und einen neuen Fahrzeug-Prototyp für BMW entwickelt.

Unter den Mitwirkenden befinden sich unter anderem Carlo Savarese (Enrico), Rebecca Manseau (Sopran), Mauricio Miranda (Tenor), Max Mayer als Gast (Residenztheater) alias Max Reinhardt, Simon Heinle alias Jedermann und Noah van Moll alias Ferdinand Porsche sowie etliche Laien und Ehrenamtliche, die sich dem Stadtteil verbunden fühlen. Die Aufführung beinhaltet eine Autorenlesung aus „Der Haifisch – Aufstieg und Fall des Camillo Castiglioni” von Reinhard Schlüter.

Viel enthalten

In der Oper sind Szenen zu sehen aus BMW-Zeitschriften, Geschäftsberichten von 1919 bis 1926, dem Spielplan der Salzburger Festspiele von 1926 („Jedermann”), „Ariadne auf Naxos”, „Die Entführung aus dem Serail”, „Don Giovanni” sowie „Tannhäuser”, „Tristan und Isolde”, der „Zauberflöte”, „Rusalka”, dem „Rosenkavalier”, „Tosca”, dem „Land des Lächelns” sowie Münchner Lieder, Canzone und Filmmusik.

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