Historischer Wasserturm wird zerlegt | Kurier Dachau

Veröffentlicht am 12.08.2026 13:53

Historischer Wasserturm wird zerlegt

Der Wasserturm auf dem MD-Gelände bei Sonnenaufgang. (Foto: VonoviaBuwog)
Der Wasserturm auf dem MD-Gelände bei Sonnenaufgang. (Foto: VonoviaBuwog)
Der Wasserturm auf dem MD-Gelände bei Sonnenaufgang. (Foto: VonoviaBuwog)
Der Wasserturm auf dem MD-Gelände bei Sonnenaufgang. (Foto: VonoviaBuwog)
Der Wasserturm auf dem MD-Gelände bei Sonnenaufgang. (Foto: VonoviaBuwog)

Die BUWOG Bauträger GmbH lässt bis Ende August den historischen Wasserturm auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik (MD-Gelände) demontieren. Eine Spezialfirma baut den Turm mit einem 700-Tonnen-Kran ab, lagert die Teile auf dem Gelände und baut ihn nach Abschluss der Denkmal-Sanierung wieder auf.

Prägendes Wahrzeichen

Der weithin sichtbare Wasserturm, eines der prägenden Wahrzeichen der ehemaligen Papierfabrik, wird in drei große Bauteile zerlegt: den Wasserbehälter mit oberer Laufebene, den oberen Teil der Tragkonstruktion sowie den unteren Teil der Tragkonstruktion. „Der Wasserturm ist ein identitätsstiftendes Bauwerk und für viele Dachauerinnen und Dachauer ein vertrauter Orientierungspunkt”, sagte Michael Gerstner, Projektleiter für das MD-Gelände bei der BUWOG. „Wir freuen uns, dass wir dieses Industriedenkmal dauerhaft erhalten können. Die Demontage ist deshalb kein Abriss, sondern der notwendige erste Schritt auf dem Weg zu einer
umfassenden Sanierung und einem anschließenden Wiederaufbau. Für mich ist das eine besondere Aufgabe, so etwas kommt nicht oft vor.“

Alt und Neu verbinden

Der Wasserturm wurde 1951 als Stahlkonstruktion auf der Filterhalle errichtet. Mit einem Fassungsvermögen von 240 Kubikmeter sicherte er bis 2007 für maximal 20 Minuten die Frischwasserversorgung bei der Papierherstellung. Mit der denkmalgerechten Sanierung bewahrt die BUWOG dauerhaft ein wichtiges Zeugnis der Industriegeschichte Dachaus und integriert es in die Entwicklung des Quartiers. Auf der rund 18 ha großen Grundstücksfläche soll ein urbanes Quartier entwickelt werden, welches mit hohen Aufenthaltsqualitäten und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten punkten kann. Neben hochwertigem Wohnungsbau sind attraktive Grünflächen geplant, zum Beispiel an der Amper und am Mühlbach. Mit einem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan wird Mitte 2027 gerechnet.

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