Ein Abend über Dialog, Zusammenhalt und die Frage, wie man in gesellschaftlich schwierigen Zeiten miteinander im Gespräch bleiben kann: Die Historikerin und Leiterin des NS-Dokumentationszentrums München Mirjam Zadoff und die Schriftstellerin Lena Gorelik kommen zu einem gemeinsamen Abend im Rahmen des Literaturfestivals „Dachau liest 2026” am Dienstag, 6. Oktober, zusammen. Beginn ist um 20 Uhr im Ludwig-Thoma-Haus (Augsburger Str. 23).
Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich der gesellschaftliche und politische Diskurs spürbar verändert. Der Krieg in Israel und Palästina, zunehmender Antisemitismus und Rassismus sowie politische Polarisierung stellen auch die deutsche Gesellschaft vor große Herausforderungen. Debatten werden härter, Fronten verhärten sich und Gespräche brechen ab. Genau hier setzen Mirjam Zadoff und Lena Gorelik an. In ihren Büchern „Trotzdem sprechen” und „Wie wir überwintern” geht es um die Frage, wie man trotz unterschiedlicher Perspektiven miteinander im Gespräch bleiben kann. Beide plädieren für Mut, Toleranz und die Bereitschaft, Widersprüche auszuhalten und Streit auszutragen, ohne den Dialog aufzugeben. Dabei geht es nicht nur um große politische Fragen, sondern auch darum, wie man im Alltag Zuversicht und Handlungsspielräume bewahren kann.