So geht „Bunt statt grau“

Mit den Gewinnern des Vorgarten-Fotowettbewerbs freuten sich Landrat Stefan Löwl (4. von hinten li) und die Jurymitglieder. (Foto: LA Dachau)
Mit den Gewinnern des Vorgarten-Fotowettbewerbs freuten sich Landrat Stefan Löwl (4. von hinten li) und die Jurymitglieder. (Foto: LA Dachau)
Mit den Gewinnern des Vorgarten-Fotowettbewerbs freuten sich Landrat Stefan Löwl (4. von hinten li) und die Jurymitglieder. (Foto: LA Dachau)

Tier- und Klimaschutz beginnt direkt vor der eigenen Haustüre. Das zeigen die Preisträger des Vorgarten-Fotowettbewerbs, den das Landratsamt Dachau im Rahmen des Projekts „Der Landkreis Dachau summt“ veranstaltet hat. Von ganz grün bis bunt, von geordnet bis sich bewusst selbst überlassen ist bei den Gewinnergärten alles dabei.

Die Plätze 1 bis 10 wurden bei der Preisverleihung Ende Septebmer vorgestellt und von Landrat Stefan Löwl mit dem Schild „Insektenparadies“ ausgezeichnet. Für die ersten drei Plätze gab es zusätzlich einen Geldpreis.

„Es ist schön zu sehen, wie viele gelungene Beispiele es DAHoam für insektenfreundliches und naturnahes Gärtnern gibt. Hängen Sie das Schild gut sichtbar außen auf und zeigen Sie, dass Sie mitsummen. Eigentlich sind nicht nur Sie Gewinner, sondern wir alle, denn sie tragen zur Artenvielfalt insgesamt bei. Ich hoffe, viele lassen sich davon inspirieren", freute sich Landrat Stefan Löwl. Gewonnen haben die Vorgärten von Anita Atzenhofer aus Weichs, auf dem zweiten Platz landete Jenny Kiermeir aus Petershausen und auf Platz drei Andrea Reischl aus Markt Indersdorf.

Wie wichtig es ist, dass jeder sich für die Artenvielfalt einsetzt, erklärte die stellvertretende Landrätin Marese Hoffmann, Mitglied der Wettbewerbsjury: „Die Fläche aller privaten Gärten ist zwei Mal so groß, wie alle Naturschutzgebiete zusammen. Von daher sind wir alle gefordert, uns für die Insekten und anderen Tiere einzusetzen.“

Im Rahmen der Initiative „Der Landkreis Dachau summt“ engagiert sich der Landkreis seit 2018 besonders für Bienen und bestäubende Insekten. „Es gibt viele Möglichkeiten, auch kleine Flächen so zu gestalten, dass sie voller Leben sind. Darum haben wir bewusst Vorgärten in den Mittelpunkt unseres Wettbewerbs gestellt und uns gegen Schottergärten gewendet. In diesen Gärten des Grauens finden Tiere weder Nahrung noch Unterschlupf“, erläutert Projektleiterin Melitta Fischer.

Wegen all der Nachteile für Klima, Mensch und Tier hat die Bayerische Staatsregierung 2021 in der neuen Bayerischen Bauordnung Gemeinden und Städten die Möglichkeit gegeben, diese Art der Gartengestaltung über eine Satzung zu verbieten. Vielleicht heißt es am eigenen Wohnort auch bald „Schluss mit Schottergärten. Die Stadt Dachau diskutiert bereits eine derartige Satzung.

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