Vortrag über Pater Leonhard Roth am 30. Oktober | Kurier Dachau

Veröffentlicht am 25.10.2026 11:01

Vortrag über Pater Leonhard Roth am 30. Oktober

Der Dominikanerpater Leonhard Roth (1904–1960) hat die Geschichte Dachaus in besonderer Weise geprägt. Sein Wirken als Seelsorger, Helfer und engagierter Fürsprecher der Menschen vor Ort steht im Mittelpunkt eines Vortrags der Historikerin Monika Lücking am Freitag, 30. Oktober, um 18 Uhr im Adolf-Hölzel-Saal (Ernst-Reuter-Platz 1).
Pater Leonhard Roth wurde im Mai 1943 in das Konzentrationslager Dachau gebracht. Nach der Befreiung blieb er in Dachau und kümmerte sich weiterhin um kranke ehemalige Mitgefangene. Auf Wunsch des Münchner Kardinals Michael von Faulhaber übernahm er anschließend die seelsorgerische Betreuung im amerikanischen Internierungslager.

Erinnerung an die Verbrechen

Zwölf Jahre lang wirkte Roth zudem als Kurat im Wohnlager Dachau-Ost. Dort setzte er sich mit großer persönlicher Hingabe für die Anliegen und Bedürfnisse der Bewohner ein. Sein Engagement beschränkte sich dabei nicht auf die unmittelbare Hilfe für die Menschen: Immer wieder forderte er auch, am historischen Ort des ehemaligen Konzentrationslagers eine würdige Gedenkstätte zu errichten.
Damit wurde Pater Roth zu einer Persönlichkeit, die sich auch nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft unermüdlich für die Menschen in Dachau und für eine angemessene Erinnerung an die Verbrechen des Konzentrationslagers einsetzte.

Früher Tod gibt Rätsel auf

Die Historikerin Monika Lücking beleuchtet in ihrem Vortrag den Lebensweg und das Wirken des Dominikaners und geht dabei auch der Frage nach, warum Roth bis heute als außergewöhnlich kämpferische und selbstlose Persönlichkeit in Erinnerung geblieben ist. Sein früher Tod im Jahr 1960 gibt bis heute Rätsel auf.
Der Vortrag wird vom Verein Selige Märtyrer von Dachau in Kooperation mit dem Verein Zum Beispiel Dachau veranstaltet.
Eintritt frei, Spenden erbeten.

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