Zweistellig: Amateur-Löwen im Torrausch | Kurier Dachau

Veröffentlicht am 28.09.2026 07:56

Zweistellig: Amateur-Löwen im Torrausch

Ungeschlagen: Amateur-Kicker des TSV 1860 München. III. (Foto: J. Mentel)
Ungeschlagen: Amateur-Kicker des TSV 1860 München. III. (Foto: J. Mentel)
Ungeschlagen: Amateur-Kicker des TSV 1860 München. III. (Foto: J. Mentel)
Ungeschlagen: Amateur-Kicker des TSV 1860 München. III. (Foto: J. Mentel)
Ungeschlagen: Amateur-Kicker des TSV 1860 München. III. (Foto: J. Mentel)

Am 6. Spieltag der Kreisliga München fügten die Amateur-Löwen vom TSV 1860 München III den Gastgebern vom TSV 54-DJK München auf der Bezirkssportanlage Hasenbergl eine zweistellige Niederlage zu. Bereits zur Halbzeitpause stand es 0:6. Das Endergebnis von 0:11 ist die höchste Punktspielniederlage in der Historie des Vereins aus dem Münchner Norden.

Der TSV 54-DJK München e. V. entstand 2011 aus einem Zusammenschluss des TSV 1954 mit der DJK Nord. Als Mehrspartenverein mit rund 400 Mitgliedern ist er tief im Stadtteil Hasenbergl verwurzelt. Auf der Bezirkssportanlage an der Grohmannstraße spielte die erste Herrenmannschaft in der vergangenen Spielzeit 2025/2026 noch in der Fußball-Bezirksliga Oberbayern Nord. Doch nach dem Abstieg hatten die 54er einen personellen Aderlass der besonderen Art zu verkraften. 20 Spieler sowie der Physiotherapeut verließen den Verein oder beendeten ihre aktive Karriere.

Mit einem kleinen Kader und einigen reaktivierten Spielern der Alten Herren stürzten sich die Hasenbergler in das Abenteuer Kreisliga, die in diesem Jahr als Qualifikationssaison im Champions-League-Modus ausgetragen wird. Der 43-jährige Michael „Rubi“ Rubenbauer krempelte die Ärmel hoch und packte als Trainer und Manager in Personalunion den Neuaufbau des Teams an. Das sportliche Ziel ist der Klassenerhalt. Ein schwieriges Unterfangen. Die Bezirkssportanlage Hasenbergl, die 2025 nach einer kräftigen Modernisierung wiedereröffnet wurde, teilen sich die Rot-Schwarzen u. a. mit Rot-Weiß Tunesien München 1979 und dem SV Italia 1965, wobei vor allem die Münchner Italiener im Sommer zahlreiche Aktive des TSV 54-DJK München abgeworben haben.

Für die dritte Herrenmannschaft des TSV 1860 München trafen viermal Mario Krischel (1., 26., 71. und 85. Min.), zweimal Nicolas Barth (31. und 52. Min.) und je einmal Joel Deiga (28. Min.), Debütant Rafael Peinado Garcia (33. Min.), Cornelius Fichtner (45. Min.), Peter Lettenbauer (46. Min.) und Jusef Tohmaz (89. Min.). Mit dem Kantersieg schoben sich die in der aktuellen Saison noch ungeschlagenen Giesinger im 40 Vereine umfassenden Gesamtklassement auf Rang drei vor.

Am kommenden Samstag, den 3. Oktober, empfangen die Giesinger auf der heimischen Sportanlage an der St.-Martin-Straße 35 um 15:30 Uhr den SV Lohhof, der ebenfalls Aufstiegsambitionen hegt. In den Jahren zwischen 1990 und 1993 spielten die Lohhofer noch gegen die erste Mannschaft des TSV 1860 München in der damals drittklassigen Bayernliga. Drei Siege für die Löwen und ein Unentschieden stehen aus dieser Zeit zu Buche. Damals sorgten die Unterschleißheimer Leitl-Brüder Wolfgang, Reiner und Christian unter der Regie ihres Onkels Toni Plattner für Furore im gehobenen Amateurfußball im Münchner Umland. (as)

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