49-Euro-Ticket bringt Entlastung

Michael Schrodi, der SPD-Bundestagsabgeordnete für Dachau und Fürstenfeldbruck, begrüßt die Einführung des 49-Euro-Tickets im kommenden Jahr ausdrücklich. „Davon werden Menschen im ganzen Land profitieren, darunter Zigtausende aus den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck“, sagt der Finanzpolitiker.

Im Jahr 2019 gab es im Großraum München über eine halbe Million Pendler. Dabei schreckten die hohen Tarife des MVV viele ab, Busse und Bahnen noch öfter oder regelmäßiger zu nutzen.

Mit dem 49-Euro-Ticket, auf dessen Finanzierung sich nun die Regierung und die Länder geeinigt haben, komme Bewegung in die Sache, freut sich Schrodi. „Ein Pendler aus meiner Heimatgemeinde Olching oder aus Dachau muss ab dem kommenden Dezember 126,20 für eine Monatskarte zahlen – und dieses Ticket könnte man in der Freizeit noch nicht einmal für eine Fahrt nach Mammendorf oder Petershausen nutzen“, erklärt Schrodi. „Mit dem 49-Euro-Ticket spart ein Pendler aus Dachau oder eine Pendlerin aus Olching satte 77,20 Euro im Monat oder 926,40 Euro im Jahr“.

Selbst beim Pendeln innerhalb eines Landkreises seien die Unterschiede teilweise enorm: Die regelmäßige Fahrt von Altomünster nach Dachau kostet zurzeit noch 95,40 Euro, im kommenden Jahr demnach 46,40 Euro weniger. Das sind auf das Jahr gerechnet 556,80 Euro. Selbstredend werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit noch weiteren Pendelstrecken besonders entlastet. Auch hierzu ein Beispiel: Mit dem Monatsticket als Basis spart sich ein Pendler von Olching nach Landsberg künftig 184 Euro – dieser Pendler kann im Idealfall also 2208 Euro pro Jahr sparen oder für andere Dinge ausgeben.

Mit dem Beschluss werde aber nicht nur der Weg in die Arbeit unbeschwerlicher, auch eine spontane Fahrt zu weiter entfernten Freunden sei dann sehr viel öfter möglich – vor allem für Menschen, die kein Budget für Zusatzkosten haben. Das regionale Zugnetz stehe ebenfalls zur Verfügung, zum Beispiel für nun günstige Wochenendausflüge. Im Gegensatz zum 9-Euro-Ticket, das im vergangenen Jahr rund 52 Millionen Mal verkauft wurde, handele es sich darüber hinaus diesmal um ein Ticket mit Planungssicherheit.

„Am kommenden Montag veröffentlicht das Bayerische Landesamt für Statistik neue Pendlerzahlen. Dann werden wir recht genau wissen, wie viele Menschen in unserer Region mit dieser Maßnahme der Ampelkoalition Geld einsparen – und ich hoffe, dass dank dieses attraktiven Angebots noch mehr Menschen auf den günstigen Zug aufspringen und den ÖPNV nutzen. Denn das bedeutet selbstverständlich auch einen ökologischen Beitrag. Dieser wird durch das katastrophale Management rund um den Bau der zweiten Stammstrecke sowieso schon unnötig gehemmt.“

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