Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck eingeweiht | Kurier Dachau

Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck eingeweiht

Mit jeweils fünf Bildschirmen haben die Disponenten an jedem Leitstand alle nötigen Informationen zum Einsatzgeschehen im Blick. (Foto: LRA)
Mit jeweils fünf Bildschirmen haben die Disponenten an jedem Leitstand alle nötigen Informationen zum Einsatzgeschehen im Blick. (Foto: LRA)
Mit jeweils fünf Bildschirmen haben die Disponenten an jedem Leitstand alle nötigen Informationen zum Einsatzgeschehen im Blick. (Foto: LRA)
Mit jeweils fünf Bildschirmen haben die Disponenten an jedem Leitstand alle nötigen Informationen zum Einsatzgeschehen im Blick. (Foto: LRA)
Mit jeweils fünf Bildschirmen haben die Disponenten an jedem Leitstand alle nötigen Informationen zum Einsatzgeschehen im Blick. (Foto: LRA)

Die in Maisach neu errichtete Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck (ILS) ist am 9. Mai feierlich vor rund 130 geladenen Gästen eingeweiht worden. Damit bekommt die Leitstelle, die bislang in Fürstenfeldbruck beheimatet ist und von der aus die Einsätze von Feuerwehren und Rettungsdiensten für die Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck Landsberg am Lech und Starnberg (in denen zusammen 640.000 Menschen leben) koordiniert werden, nach dreijähriger Bauzeit ein hochmodernes Zuhause.

Unter den zahlreichen geladenen Festgästen aus dem Rettungswesen, von Feuerwehren und der Politik befand sich auch der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration Joachim Herrmann. Dr. Markus Ambrosy, Dekan der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Fürstenfeldbruck, und Terence Palliparambil, Pfarrer der katholischen Gemeinde Maisach-Gernlinden, segneten das Gebäude.

Zwölf Leitplätze

Vorbei sind die beengten Verhältnisse, wie sie am alten Standort in Fürstenfeldbruck herrschen. Der verklinkerte, würfelförmige 15 Meter hohe Neubau in einem Maisacher Gewerbegebiet bietet den insgesamt 80 Beschäftigten der ILS optimale Arbeitsbedingungen. Kernstück ist der Leitstellenraum mit einer Grundfläche von 350 m² und einer Höhe von 8 Metern ein. An 12 Einsatzleitplätzen mit jeweils 5 Bildschirmen pro Leitstand haben die Disponenten, ausgerüstet mit Headsets für Funk und Telefon, alle nötigen Informationen zum Einsatzgeschehen im Blick: Zwei große, an der Wand montierte Bildschirme zeigen für die Einsatzabwicklung relevante Informationen wie Wetter und Krankenhausbetten-Kapazitäten.

Umzug spätestens im Juli

Noch sind einige letzte Arbeiten an der komplexen Einsatzleittechnik zu erledigen. Voraussichtlich in der zweiten Maihälfte wird der Probebetrieb beginnen. Spätestens im Juli erfolgt der Umzug der 80 Beschäftigen in das neue Gebäude in Maisach. Dann geht die neue ILS in den Echtbetrieb.

47 Millionen Euro investiert

Die Kosten für das Projekt von 47 Millionen Euro werden von den vier Mitgliedslandkreisen des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg gemeinsam geschultert. Der ZRF ist für den Bau und Betrieb der ILS verantwortlich. Der Freistaat Bayern bezuschusst das Projekt voraussichtlich mit rund 5 Millionen Euro für die Einsatzleittechnik.

Neubau 2018 beschlossen

Die ursprüngliche ILS wurde 2007 in Fürstenfeldbruck eingerichtet – als zweite Einrichtung ihrer Art in Bayern. Als absehbar wurde, dass die ILS nicht mehr den Anforderungen genügen würde, fasste die Verbandsversammlung des ZRF im Januar 2018 den Beschluss, ein neues Gebäude zu errichten und es begann die Suche nach einem geeigneten Bauplatz. Im Juni 2020 kaufte der ZRF von der Gemeinde Maisach das Grundstück. Nach dreijähriger Planungsphase fand im August 2023 der Spatenstich statt. Entworfen hat das Gebäude das auf Bauten für das Rettungs- und Feuerwehrwesen spezialisierte Büro Planungxgruppe aus Bremen.

„Sicherstellung des Notrufs 112”

„Mit einem der größten und modernsten Leitstellengebäude Bayerns ist der Zweckverband für Feuerwehr und Rettungsdienst nun bestens für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet”, sagte Innenminister Joachim Herrmann. „Unser gemeinsames Ziel und unsere gemeinsame Verpflichtung gilt weiterhin dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger durch Sicherstellung des hochfunktionalen Notrufs 112. Das wird in diesem zukunftsträchtigen und gelungenen Neubau noch besser gelingen. Ich wünsche allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ILS Fürstenfeldbruck viel Erfolg an ihrem neuen Standort und weiterhin alles Gute!”

„Herausragend wichtige Investition in die Menschen vor Ort”

Starnbergs Landrat Stephan Frey würdigt die neue ILS:
„Die neue Leitstelle wird nun auch die knapp 140.000 Einwohner des Landkreises Starnberg unmittelbar versorgen. Mit der 112. Das ist eine herausragend wichtige Investition in die Menschen vor Ort, die vom Landkreis mitfinanziert wird. Von dort werden alle Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdiensten koordiniert und gesteuert. Also auch, welche Kliniken vor Ort etwa Patienten im konkreten Fall aufnehmen kann. Feuerwehr und Rettungsdienst sind tragende Säulen unseres Sicherheits- und Gesundheitssystems. Hier müssen wir daher weiterhin up to date sein, um unsere Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen und zu versorgen. Dazu bietet uns der Neubau der Leitstelle mit modernster Technik einen optimalen Rahmen.”

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