Die Gemeinde Karlsfeld ist gesetzlich verpflichtet, eine leistungsfähige Feuerwehr bereitzustellen, die Menschen und Sachwerte wirksam schützt. Dazu gehört, dass grundsätzlich jede an einer Straße gelegene Einsatzstelle im gesamten Gemeindegebiet in höchstens zehn Minuten nach Eingang einer Meldung bei der alarmauslösenden Stelle erreicht werden kann.
Einsatzstatistiken aus den letzten Jahren zeigen, dass diese sogenannte Hilfsfrist von der bestehenden Feuerwache in der Falkenstraße (Karlsfeld Ost) im Gemeindegebiet westlich der S-Bahn nicht immer eingehalten werden kann.
Die Gemeinde baut deshalb in diesem Jahr auf einem gemeindeeigenen Grundstück zwischen Lärchenweg und Bayernwerkstraße eine zweite Feuerwache. Mit der neuen Feuerwache in Karlsfeld West wird sichergestellt, dass jeder Einsatzort im gesamten Gemeindegebiet von mindestens einem der beiden Standorte innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist erreicht werden kann. Ziel ist es, die Notfallversorgung rechtssicher, planbar und dauerhaft aus der eigenen Feuerwehr heraus zu gewährleisten.
Der Bau der neuen Feuerwache sowie die notwendigen Fahrzeuge verursachen spürbare Kosten, die in der öffentlichen Diskussion verständlicherweise kritisch hinterfragt werden. „Die zweite Feuerwache in Karlsfeld West ist jedoch keine Wunschoption, sondern eine notwendige Maßnahme, damit die Gemeinde Karlsfeld die rechtlichen Vorgaben einhält und alle Ortsteile zuverlässig versorgt werden“, betont Michael Peschke (Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Karlsfeld). Die Investitionen fließen direkt in die Erfüllung einer gesetzlichen Pflichtaufgabe und in den Schutz von Leben, Gesundheit und Eigentum aller Bürgerinnen und Bürger im gesamten Gemeindegebiet.
Moderne Gebäude und Fahrzeuge allein reichen jedoch nicht aus: Die Feuerwehr Karlsfeld ist eine Freiwillige Feuerwehr und lebt vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Mitglieder.
Am 30. März startete die Feuerwehr deshalb eine neue Kampagne zur Mitgliedergewinnung. Nach der weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt gewordenen Kampagne „Karlsfeld brennt“ in den Jahren 2020 und 2021 haben sich die Karlsfelder Floriansjünger auch diesmal wieder gemeinsam mit der Dachauer Marketing- und Kommunikationsagentur Weimer & Paulus kreative Plakatmotive einfallen lassen.
Die neue Kampagne unter der Überschrift „Go West“ bedient sich bekannter Werbeplakate und macht sie sich für die Feuerwehr Karlsfeld zunutze. So ist unter dem Slogan „Freude am Fahren“ zwar ein BMW zu sehen, aber eben ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Karlsfeld. Aus IKEA werden die Buchstaben FFKF verbunden mit der Fragestellung: „Überlegst du noch oder hilfst du schon?“. Und aus wirkaufendeinauto.de macht die Feuerwehr Karlsfeld kurzerhand wirloeschendeinauto.de. Garniert werden die Motive von Sprüchen wie „Karlsfeld hat mehr zu bieten, als nur hier zu wohnen“ oder „Karlsfeld ist zu schön, um nur hier zu schlafen“.
„Mit unserer Werbekampagne suchen wir in ganz Karlsfeld, aber natürlich insbesondere auch in Karlsfeld West für den neuen Standort, Frauen und Männer, die bereit sind, sich ausbilden zu lassen und im Ernstfall mit anzupacken“, sagt Christian Buchmeier (Projektleiter der Werbekampagne „Go West!“). Vorkenntnisse sind nicht nötig, die Ausbildung ist kostenlos. Wichtig sind lediglich Teamgeist, Einsatzbereitschaft und ein Wohn- oder Arbeitsort in Karlsfeld.
Wer sich informieren möchte, findet weitere Hinweise auf der Homepage der Feuerwehr Karlsfeld unter www.feuerwehr-karlsfeld.de oder kann per WhatsApp-Nachricht an 0152 031 554 93 direkt Kontakt aufnehmen. Jede neue Helferin und jeder neue Helfer stärkt die Sicherheit der Gemeinde.