Steigende Nachfrage nach Kursen

Vor dem Bildungszentrum des BRK-Dachau (von li): Max Frisch, Dennis Behrendt, Michael Karlstetter, Bundesfreiwillige Alina Huber, Bernhard Seidenath und der neue Ausbilder Bernhard Glitzner. (Foto: BRK Dachau)
Vor dem Bildungszentrum des BRK-Dachau (von li): Max Frisch, Dennis Behrendt, Michael Karlstetter, Bundesfreiwillige Alina Huber, Bernhard Seidenath und der neue Ausbilder Bernhard Glitzner. (Foto: BRK Dachau)
Vor dem Bildungszentrum des BRK-Dachau (von li): Max Frisch, Dennis Behrendt, Michael Karlstetter, Bundesfreiwillige Alina Huber, Bernhard Seidenath und der neue Ausbilder Bernhard Glitzner. (Foto: BRK Dachau)

Wegen der steigenden Nachfrage nach Rotkreuzkursen und der zunehmenden Themenvielfalt beschäftigt das Bildungszentrum des BRK Dachau nun einen zusätzlichen Ausbilder. Der 39-jährige Bernhard Glitzner unterstützt hauptamtlich das Team um Michael Karlstetter, wenn es um Erste Hilfe und mehr in der Breitenausbildung geht. Der BRK-Kreisgeschäftsführer Dennis Behrendt betont: „Die Breitenausbildung ist ein grundsätzliches und wachsendes Themenfeld im Roten Kreuz. Es ist unser Auftrag, die Bevölkerung zur Ersten Hilfe zu befähigen.“

Ausbilder Michael Karlstetter ist seit 31 Jahren beim BRK Dachau tätig. Seit zehn Jahren ist er für die Breitenausbildung zuständig. Als der damalige Ausbilder Erich Fickelscherer 2012 plötzlich verstarb, übernahm er von ihm den Bereich Fortbildung, dessen Angebot er sukzessive ausgebaut hat. Als einer der ersten BRK-Kreisverbände in Bayern legte der Kreisverband Dachau schon damals ein großes Augenmerk auf Breitenbildung unter hauptamtlicher Leitung. Das Schulungsangebot ist mittlerweile groß und reicht von der Ersten Hilfe über Fachlehrgänge für angehende Rettungssanitäter bis zur Brandschutzhelferausbildung und zum Seminar für private häusliche Pflege.

Der 39-jährige Bernhard Glitzner ist seit 1. April für das Bildungszentrum tätig, seit 1. August ist er auch von der Berufsgenossenschaft als Ausbilder zugelassen. Er berichtet, dass Unternehmen, Schulen und Behörden anhaltend großes Interesse an der Fortbildung zeigen. „ein Großteil der Dachauer Firmen und Unternehmen buchen bei uns ihre Kurse“, so Glitzner. Aber auch Behörden und Privatpersonen.

Der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath unterstützt die personelle Aufstockung im Bildungszentrum. Er betont: „Damit leisten wir einen Beitrag, um therapiefreie Intervalle zu verkürzen und den Menschen schneller zu helfen. Eigentlich sollte jeder Passant in einem Notfall Erste Hilfe leisten können.“ Als Vorbild für ein sehr erfolgreiches Notfallsystem nannte Seidenath das amerikanische Seattle. Dort konnte dank eines verzahnten Systems von Notfallrettung und Erster Hilfe durch die Bürger die Sterbensrate nach einem Herz- Kreislauf-Stillstand um 30 Prozent gesenkt werden. Michael Karlstetter ergänzt: „In Seattle sind die Quoten in Erster Hilfe und Laienreanimation sehr hoch. Das ist sicher ist ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs.“ Er ist sicher: „Wenn wir unser System bayernweit ausbauen, können wir uns bald mit Seattle vergleichen.“ Dazu gehört auch, den Bürgerinnen und Bürgern die Angst davor zu nehmen, Erste Hilfe zu leisten. Auffrischungskurse sind das A und O. „Der Erste-Hilfe-Kurs zum Führerschein mit 17 reicht nicht“, so Karlstetter.

2021 hatte das Bildungszentrum des BRK Dachau 4.000 Kursteilnehmer. Koordiniert werden die Schulungen von Max Frisch, Abteilungsleiter Rotkreuzgemeinschaften und Bildung, in Abstimmung mit dem Ausbilderteam. „Die Anfragen nehmen auch zu, weil wir Spezialkurse geben“, berichtet Karlstetter. So bietet das BRK beispielsweise über das Standardangebot hinaus auch Kurse in Erster Hilfe für Gebärdensprache, für Erste Hilfe am Kind, für Kinder ab sechs Jahren und für Menschen mit Behinderung an. „Wir haben sogar ein besonderes Kurskonzept für Menschen mit Autismus“, so Karlstetter. Die Schulungsmethoden sind modern und integrativ. Bernhard Glitzner hat bisher rund 40 Kurse gegeben, vorwiegend Notfalltraining der Feuerwehren. Die Warteliste der Interessenten sei lang, berichtet er. Glitzner sagt: „Wenn die Kunden schon einmal einen Kurs bei uns gemacht haben, bleiben sie auch. Lieber warten sie ein halbes Jahr, bevor sie woanders hingehen.“

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