Mit „Barcelona moderna. Von Gaudi bis Picasso” widmet sich die Kunsthalle München (Theatinerstr. 8) erstmals in Deutschland umfassend dem katalanischen Modernisme – einer eigenständigen Strömung, vergleichbar mit dem Jugendstil oder Art Nouveau.
„Kunst aus dieser Zeit, aus dieser Stadt wurde noch nie in Deutschland gezeigt”, sagte Roger Diederen, Direktor der Kunsthalle, bei einer Pressekonferenz. „Es ist die größte Ausstellung zum katalanischen Modernisme nicht nur in Deutschland, sondern überhaupt”, ergänzte Franziska Stöhr, die gemeinsam mit Carlos Alonso Pérez-Fajardo die Schau kuratiert hat.
Zu sehen ist „Barcelona Moderna. Von Gaudí bis Picasso” von Freitag, 23. Oktober, bis Sonntag, 21. Februar.
Die Ausstellung wirft einen neuen Blick auf die künstlerische Bewegung, die sich – im Spannungsfeld von Industrialisierung, kultureller Erneuerung und gesellschaftlichem Wandel – in Architektur, Malerei, Skulptur, Design, Musik und Literatur gleichermaßen entfaltete. Sie beleuchtet jene kulturelle Dynamik, die Barcelona zwischen 1880 und 1914 zu einem der bedeutendsten Zentren der europäischen Moderne machte.
Präsentiert wird Kunst, die in der Stadt um 1900 entstand: Rund 160 Werke aus dem Bereichen Malerei, Grafik, Objekt, Skulptur, Möbel und Architekturmodell – darunter Meisterwerke aus den jungen Jahren von Pablo Picasso. Mit Leihgaben bedeutender Museen und Privatsammlungen – darunter zahlreichen Werken, die erstmals außerhalb Spaniens gezeigt werden – eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf den katalanischen Modernisme und macht die künstlerische Aufbruchsstimmung Barcelonas der damaligen Zeit unmittelbar erlebbar.
„Barcelona moderna. Von Gaudi bis Picasso” lädt dazu ein, Barcelona um 1900 als eines der großen kulturellen Laboratorien Europas neu zu entdecken. Die Ausstellung rückt eine Generation von Künstlern ins Bewusstsein, deren Werke einst europaweit Beachtung fanden und mittlerweile außerhalb Spaniens zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind. Zugleich eröffnet sie eine Perspektive auf Themen, die bis heute aktuell geblieben sind: das Verhältnis von regionaler Identität und internationalem Austausch, von kultureller Verwurzelung und Offenheit gegenüber Europa.
Ramon Casas, Santiago Rusiñol, Hermen Anglada Camarasa und der junge Pablo Picasso reisten nach Paris, bewegten sich in internationalen Künstlernetzwerken und setzten sich mit den neuesten Strömungen ihrer Zeit auseinander. In einem Vortrag beleuchtet Ausstellungskurator Carlos Alonso die Verbindungen der Künstler zu Europa. Er zeigt, wie internationale Begegnungen und wechselseitige Impulse den katalanischen Modernisme prägten und ihn zu einer eigenständigen Ausprägung der europäischen Moderne machten.
Der Vortrag findet am Montag, 30. November, bei freiem Eintritt im Institutio Cervantes in der Alfons-Goppel-Straße 7 (zwischen Hofgarten und Maximilianstraße) statt und trägt den Titel „Die Netzwerke der Moderne: Katalanische Künstler in Europa”. Er wird auf Spanisch gehalten und simultan ins Deutsche übersetzt. Beginn ist um 19 Uhr. Um Anmeldung per Mail an reservas.munich@cervantes.es wird gebeten.
Weitere Informationen finden sich unter kunsthalle-muc.de/barcelona.
Wir verlosen Karten für die Ausstellung „Barcelona moderna. Von Gaudi bis Picasso”, die bis 21. Februar in der Kunsthalle zu sehen ist. Machen Sie mit auf www.wochenanzeiger.de/gewinnspiele oder schreiben Sie bis 15. November eine Postkarte oder Mail mit dem Stichwort „Barcelona”, Absender und Telefonnummer, an:
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