Trotz hoher Temperaturen mit zahlreichen Hitzetagen kann das Dachauer Volksfest 2026 mit rund 270.000 Gästen an zehn Tagen das hervorragende Vorjahresergebnis halten. Das Traditionsvolksfest festigt damit seinen Platz als drittgrößtes oberbayerisches Volksfest. Im letzten Jahr war erstmals eine Besucherzählung durchgeführt worden, die nun als Beurteilungsbasis genutzt wird. Spitzentage waren die beiden Samstage und der Tag der Drohnenshow (13. August) mit jeweils deutlich über 35.000 Gästen. Während der Drohnenshow musste der Festplatz wegen drohender Überfüllung zeitweise geschlossen werden. Rund um den Volksfestplatz verfolgten weitere tausende Dachauerinnen und Dachauer den gelungenen Ersatz für das abgesagte Feuerwerk.
Von Seiten der Schaustellerinnen und Schausteller sowie der Wirtsleute wird unisono große Zufriedenheit mit dem Verlauf des diesjährigen Volksfestes an die Stadt Dachau als Veranstalterin berichtet. Hitzebedingt waren die Nachmittage zwar etwas weniger stark frequentiert als im Vorjahr, dafür die Abende umso stärker. Während der Bierumsatz teilweise weiterhin leicht rückläufig ist, nimmt der Anteil der nichtalkoholischen Getränke und der Spritzgetränke am Umsatz überall konstant zu. Das Dachauer Volksfest gilt unter Schaustellerinnen und Schaustellern weiterhin als eines der bayerischen Premium-Volksfeste, das selbst an Werktagen hervorragend besucht wird.
Besonders positiv zu verzeichnen ist, dass das diesjährige Volksfest so friedlich war wie nie. Es kam zu keinerlei nennenswerten Auseinandersetzungen. Zum ersten Mal seit vielen Jahren musste nicht ein einziges Betretungsverbot erteilt werden. Die Videoüberwachung und die Präsenz der Polizei sowie die umfassenden Sicherheitsmaßnahmen von Stadt und Festzeltbetrieben greifen offensichtlich perfekt. Herausfordernd waren die hohen Temperaturen hingegen für das Rote Kreuz, das häufig mit Hitzefolgen und Kreislaufproblemen bei Gästen zu tun hatte.
Sehr gut angenommen wurde die Neuerung des diesjährigen Volksfestes, der reizarme Nachmittag am Dienstag. Er ermöglichte von 12 bis 16 Uhr auch denjenigen Menschen einen Besuch auf dem Volksfest, die mit den sensorischen Reizen eines normalen Volksfestbetriebs nicht zurechtkommen. Das neue Angebot erfreute sich großen Zuspruchs und wird auch zukünftig angeboten werden – ganz im Sinne des Anspruchs eines Volksfests für Alle.