In der Regionalliga Bayern bleibt der TSV 1860 München neben dem Tabellenführer TSV Buchbach als einziges Team ungeschlagen. Bei der SpVgg Greuther Fürth II spielten die Löwen allerdings schon das fünfte Unentschieden im achten Saisonspiel. 4 825 Zuschauer – die meisten von ihnen Anhänger der Gäste – sorgten am Dienstagabend im Sportpark Ronhof für eine würdige Kulisse. „Wir wollten heute natürlich unbedingt gewinnen“, gab Löwen-Trainer Alper Kayabunar nach dem Schlusspfiff zu und machte damit seine Enttäuschung über den verpassten Sieg deutlich.
Dabei begann seine Mannschaft stark gegen das Kleeblatt und ging auch früh in Führung. Einen Freistoß aus 35 Metern jagte Tunay Deniz direkt aufs Tor. Schlussmann Silas Prüfrock konnte den flatternden Ball nicht festhalten und ließ ihn nach vorne abprallen, wo Michael Eberwein zur Stelle war und aus kurzer Distanz das 0:1 markierte (7. Minute). Die Gäste aus München bestimmten weiter das Spiel, versäumten es aber bis zum Halbzeitpfiff, einen möglichen zweiten Treffer nachzulegen.
Nach dem Seitenwechsel attackierten die Weiß-Grünen deutlich höher und dominierten rund 20 Minuten lang die Begegnung. Olgherto Balliu wurde im Strafraum von 1860-Kapitän Dennis Dressel am Fuß getroffen. Den berechtigten Strafstoß schickte Jakob Engel unhaltbar zum 1:1 ins Netz (65. Minute). In der Schlussviertelstunde drängte der TSV 1860 auf den Siegtreffer, scheiterte aber gleich mehrfach an Prüfrock, der seinen Patzer aus der ersten Halbzeit mit starken Paraden wiedergutmachen konnte.
„Die Jungs haben am Ende richtig gefightet, alles reingehauen und viele Möglichkeiten erspielt. Wir waren ein paar Mal in der Box, wo wir ein Tor hätten erzielen können. Leider hat es nicht funktioniert. So geht das Spiel eben 1:1 aus“, kommentierte Kayabunar den Spielverlauf und fügte hinzu: „Die Unentschieden ärgern mich, es sind einfach zu viele.“ Am kommenden Sonntag, den 20. September, ist seine Mannschaft um 15 Uhr im heimischen Grünwalder Stadion gegen den 1. FC Nürnberg II gefordert. (as)