Standing Ovations und Sprechchöre für Verlaat | Kurier Dachau

Veröffentlicht am 10.05.2026 18:38

Standing Ovations und Sprechchöre für Verlaat

Abschied aus Giesing: Jesper Verlaat.  (Foto: Anne Wild)
Abschied aus Giesing: Jesper Verlaat. (Foto: Anne Wild)
Abschied aus Giesing: Jesper Verlaat. (Foto: Anne Wild)
Abschied aus Giesing: Jesper Verlaat. (Foto: Anne Wild)
Abschied aus Giesing: Jesper Verlaat. (Foto: Anne Wild)

Im letzten Heimspiel der Saison 2025/2026 unterlag der TSV 1860 München dem FC Ingolstadt 04 mit 1:2 (1:0). Vor dem Anpfiff wurden acht Spieler der Löwen – zum Teil unter Tränen – von den Fans verabschiedet. Neben Jesper Verlaat verlassen Clemens Lippmann, Thore Jacobsen, Maximilian Wolfram, David Philipp, Raphael Schifferl, Morris Schröter und Ersatztorhüter Miran Qela den Klub. Qelas Abschied war bislang noch nicht offiziell verkündet worden. „Der TSV 1860 wünscht allen scheidenden Spielern für die Zukunft viel Glück und Gesundheit sowie viel Erfolg auf dem weiteren Karriere- und Lebensweg. Einmal Löwe, immer Löwe”, heißt es vonseiten der Giesinger.

Während die meisten der scheidenden Spieler lediglich höflichen Applaus erhielten, wurde es im Stadion laut, als Verlaat aufgerufen wurde. Mit Standing Ovations und Sprechchören der Zuschauer wurde der langjährige Kapitän verabschiedet. Der Niederländer kam 2022 nach München, übernahm zur Saison 2023/2024 die Kapitänsbinde von Stefan Lex und wurde in kurzer Zeit zu einem Publikumsliebling. Seine kämpferische Spielweise kam auf Giesings Höhen gut an. Doch im Laufe der Zeit stoppten den 29-jährigen Innenverteidiger immer wieder Verletzungen. In der aktuellen Spielzeit konnte er nur sechs Spiele absolvieren. Als Verlaat von den Fans gefeiert wurde, kamen ihm die Tränen.

Gegen die „Schanzer” durften Jüngere ran. Mit dem genesenen Sean Dulic (20) sowie Samuel Althaus (20) und Xaver Kiefersauer (20) stand zu Beginn eine neue Generation auf dem Feld. Kurz vor der Pause hatte Althaus die Sechzger in Führung gebracht (42. Min.). Nach Wiederanpfiff drehten Marcel Costly (57. Min.) und Max Besuschkow die Partie (64. Min.). „Wir haben zehn Minuten gebraucht, um ins Spiel zu finden. Danach waren wir sehr dominant”, kommentierte Löwen-Trainer Markus Kauczinski den ersten Durchgang. „Auch wenn wir verloren haben, bin ich zufrieden mit dem Spiel. Leider ist es so, dass wir erneut zu wenige Tore aus unseren Chancen gemacht haben.” Nach der Pause habe sein Team die Partie aus der Hand gegeben”, kritisierte er. „Es war ein Spiel, das wir nie verlieren dürfen.” Der Wille sei vorhanden gewesen. „Bis zum Schluss sind wir angelaufen, hatten noch durch Sigurd Haugen einen Lattentreffer und ein paar Halbchancen.”

Als einer der auffälligsten Löwen agierte bei seinem Startelf-Debüt das Nachwuchstalent Xaver Kiefersauer (20). Der lauf- und kampfstarke Kapitän der U21-Mannschaft des TSV 1860 München hatte unter der Woche seinen ersten Profivertrag in Giesing unterschrieben (datiert bis zum Sommer 2028) und darf sich ab sofort in der ersten Mannschaft beweisen. Als Neunjähriger kam er einst zu den Junglöwen. Kiefersauer spielt Bälle mit Zug, traut sich Diagonalpässe zu und ist zudem torgefährlich: In der aktuellen Saison gelangen ihm in 19 Spielen in der Bayernliga Süd sechs Treffer.

Als ähnlich hoch veranlagt gilt der gleichaltrige Samuel Althaus. Er ist auf der Position des zentralen Mittelfeldspielers sowohl offensiv als auch defensiv einsetzbar. 2021 wechselte der gebürtige Augsburger vom FC Augsburg zu den Junioren des TSV 1860 München und durchlief in Giesing eine gute sportliche Entwicklung. Für die kommende Saison zählt auch der Deutsch-Schweizer zu den Anwärtern auf Einsätze in der Stammformation der Profis.

Am kommenden Samstag sind die Weiß-Blauen im letzten Saisonspiel auswärts noch einmal beim Sportclub Verl in Ostwestfalen gefordert. Der Verein aus dem Kreis Gütersloh spielt seit sechs Jahren in der 3. Liga. Obwohl die Verler Jahr für Jahr ihre besten Spieler abgeben müssen, verlieren sie kaum an sportlicher Substanz. Sie spielen einen technisch starken Tempofußball und wissen immer wieder mit klugen Transfers zu überraschen. Anpfiff in der Sportclub Arena, die 5.207 Zuschauer fasst, ist um 13:30 Uhr. (as)

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