Die erste Hauptrunde im Bayerischen Toto-Pokalwettbewerb 2026/2027 ist gespielt. Dazu zählt auch das von vielen Fans des TSV 1860 München mit Spannung erwartete Debüt der ersten Mannschaft nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern und der Loslösung von Hasan Ismaik. Der Kreisligist SV Eintracht Berglern (Kreis-Pokalsieger Donau/Isar) meldete die Begegnung innerhalb von achtzehn Minuten nach Verfügbarkeit der Tickets als ausverkauft. 1384 Fußballfans strömten am Dienstagabend auf die Sportanlage. In einer gemeinschaftlichen Anstrengung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer des Heimvereins wurde vom Parkplatz auf einem Stoppelfeld bis hin zur Versorgung der Zuschauer mit Speisen und Getränken alles perfekt organisiert.
Der erst tags zuvor verpflichtete Routinier Florian Niederlechner führte die Löwen als Kapitän aufs Feld. Ihm war es auch vorbehalten, den ersten Treffer für die neu formierten Sechzger zu erzielen. Raphael Wach wechselte mit einem Pass auf Emre Erdoğan die Seite. Seine scharfe Hereingabe von der Grundlinie grätschte der heraneilende Niederlechner aus kurzer Distanz zum 0:1 aus Sicht der Gastgeber über die Linie (9. Min.). Danach durfte sich Berglerns Schlussmann Florian Ganslmeier mehrfach auszeichnen, als er Abschlüsse von Mustafa Tekin (18. Min.) und Benedikt Hoppe (32. Min.) mit starken Reflexen vereitelte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit setzte Wach einen direkten Freistoß aus 22 Metern zum 2:0 ins Netz (45. Min.+1).
Im zweiten Durchgang ging bei hochsommerlichen Temperaturen den tapfer verteidigenden Gastgebern etwas die Luft aus und die Giesinger wurden ihrer Favoritenrolle stärker gerecht. Loris Husic erhöhte in der 67. Spielminute auf 3:0. Der eingewechselte Arian Orivero Calderon traf mit einem Abstauber zum 4:0, weil Ganslmeier einen Distanzschuss von Lance Fiedler abprallen ließ (78. Min.). Eine Minute später erzielte Orivero Calderon per Kopfball nach einer Flanke von Lucas Grancay den 5:0-Endstand (79. Min.). Löwen-Trainer Alper Kayabunar erläuterte nach Spielschluss: „Es war nicht unser bestes Spiel. Man hat gemerkt, dass wir in den letzten Tagen viel gearbeitet und in sechs Tagen drei Spiele absolviert haben. Das Weiterkommen war heute das Einzige, was zählte.“ (as)