Der Kreisjugendring Dachau und die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau haben eine neue Meldestelle für rechtsextreme und diskriminierende Vorfälle an Schulen eingerichtet. Schüler und Schülerinnen können dort Vorfälle melden, die sie selbst erlebt oder beobachtet haben – auf Wunsch auch anonym. Ziel der Meldestelle ist es, Vorfälle zu dokumentieren und betroffenen Schülern eine niedrigschwellige Möglichkeit zu geben, Unterstützung zu bekommen.
Gemeldet werden können beispielsweise rechtsextreme Symbole, rassistische oder antisemitische Äußerungen, diskriminierende Kommentare, Vorfälle in Klassenchats oder andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im schulischen Umfeld. „Viele Vorfälle bleiben unsichtbar, weil Schüler:innen nicht wissen, an wen sie sich wenden können. Mit der Meldestelle schaffen wir einen einfachen und vertraulichen Weg, solche Erfahrungen zu teilen”, erklärt Manuel Liebig, Leiter der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau.
„Uns geht es darum, Betroffene ernst zu nehmen, Vorfälle zu dokumentieren und Schulen bei Bedarf zu unterstützen”, so Liebig. Die Meldungen werden vertraulich behandelt. Auf Wunsch können sie anonym erfolgen. Die Meldestelle ist online erreichbar unter www.kjr-dachau.de/politik-beteiligung/meldestelle.