Die Stadt und der Landkreis Dachau kommen bei Unternehmen gut an. Die Zufriedenheit mit dem Standort stieg auf 2,0. Das hat die Standortumfrage der IHK ergeben, an der sich 142 Betriebe beteiligten.
Allerdings bemängeln viele Betriebe die fehlenden Ergebnisse der Politik für den Bürokratieabbau. Viele sehen auch die Erhöhung der Gewerbesteuer als kritisch an. So wurde z.B. der Gewerbesteuerhebesatz in Hebertshausen von 350 auf 450 erhöht und nach massivem Einspruch der lokalen Gewebebetriebe wieder auf 400 gesenkt. Das schaffe kein Vertrauen, so die Vertreter des IHK-Regionalausschusses Dachau bei der Präsentation der Umfrageergebnisse Die Gewerbesteuer macht im Schnitt 7% der betrieblichen Steuerlast aus. Gegenleistung für die Gewerbesteuer sei der Ausbau der Infrastruktur und eigentlich auch eine unternehmensfreundliche Verwaltung und die Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung. Dies gelingt laut der IHK-Vertreter im Landkreis besser als in der Stadt Dachau.
Gerade in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit werden üblicherweise mehr Unternehmen gegründet. Diese benötigen Unterstützung, zumal man bei der Standortwahl von Start-ups in Konkurrenz zu der Stadt München und dem weiteren Umland stehe. Die Ausweisung von Gewerbegrundstücken solle flexibel erfolgen: Sie sollten nutzbar sein für verschiedene Branchen. Büroflächen seien aktuell nicht gefragt. Auf jeden Fall müsse sich ein Bürgermeister auf die Wirtschaft fokussieren. Geld, das die Kommunen aus dem beschlossenen Sondervermögen erhalten, müsse auf kommunaler Ebene für wachstumsfördernde Maßnahmen ausgegeben werden.