Die Stadt Dachau setzt auch in diesem Jahr Maßnahmen zur Vergrämung der Saatkrähen fort und passt diese an die aktuelle Situation an. Ziel ist es, die Belastungen für Anwohner zu reduzieren und gleichzeitig artenschutzrechtliche Vorgaben einzuhalten.
Die Saatkrähe ist an sich eine artenschutzrechtlich streng geschützte Tierart. In Dachau hat die Population in den vergangenen Jahren jedoch stark zugenommen (2022: 519 Brutpaare, 2023: 743, 2024: 832, 2025: 916). An zahlreichen Stellen nisten so viele Krähen, dass sie dort längst zu einer Belastung für Anwohner und Passanten geworden sind.
Im vergangenen Jahr wurde die Stadt Dachau in ein wissenschaftliches Pilotprojekt aufgenommen. In dessen Rahmen wurden der Stadt verschiedene Vergrämungsmaßnahmen bis hin zur Tötung einzelner Tiere erlaubt. Diese Maßnahmen werden auch 2026 fortgesetzt:
In Dachau-West wird die bereits erprobte aktive Vergrämung ausgeweitet. Diese umfasst den Einsatz eines Falkners mit Greifvögeln sowie – in begrenztem Umfang und unter strengen rechtlichen Vorgaben – die letale Entnahme einzelner Individuen. Die Kombination dieser Maßnahmen hat sich in der Vergangenheit als wirksam erwiesen, um Brutplätze nachhaltig zu verlagern.
Auch in Dachau-Ost kommen diese Maßnahmen erstmals zum Einsatz. Ziel ist es, eine frühzeitige Ansiedlung größerer Kolonien zu verhindern. Die Maßnahmen starteten bereits Anfang Februar, um möglichst früh in den Brutzyklus der Saatkrähen einzugreifen.