Einsatzreiches Jahr | Kurier Dachau

Veröffentlicht am 08.07.2024 09:23

Einsatzreiches Jahr

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dachau wurden zahlreiche Beförderungen und Ehrungen vorgenommen. (Foto: FF Dachau)
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dachau wurden zahlreiche Beförderungen und Ehrungen vorgenommen. (Foto: FF Dachau)
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dachau wurden zahlreiche Beförderungen und Ehrungen vorgenommen. (Foto: FF Dachau)
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dachau wurden zahlreiche Beförderungen und Ehrungen vorgenommen. (Foto: FF Dachau)
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dachau wurden zahlreiche Beförderungen und Ehrungen vorgenommen. (Foto: FF Dachau)

Heuer fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dachau e.V. aufgrund der geplanten Neufassung der Vereinssatzung erst Mitte des Jahres statt. Zunächst ließen Vorstand und Kommandanten das vergangene Jahr mit vielen Zahlen und Daten Revue passieren. In seinem Grußwort bedankte sich Oberbürgermeister Florian Hartmann bei allen Einsatzkräften für ihren Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dachau, insbesondere für den mehrtägigen Hochwassereinsatz.

Pfingsthochwasser

Kommandant Thomas Hüller berichtete anschließend, dass 2023 mit 695 Einsätzen aufgrund der Sturmfronten im Sommer und dem heftigen Wintereinbruch Anfang Dezember das bislang einsatzreichste Jahr der Feuerwehr Dachau gewesen ist, diese Zahl 2024 aufgrund der allein fast 400 Einsätze rund um das Pfingsthochwasser Anfang Juni aber getoppt wird. „Wenn es nach der Statistik geht, könnten es 1000 werden“, erklärte Thomas Hüller. Die 695 Einsätze in 2023 teilten sich in 208 Brände, 447 Technische Hilfeleistungen, 13 ABC-Gefahrstoffalarme, 25 Sicherheitswachen und zwei sonstige Einsätze auf. Von den 208 Brandeinsätzen wurden 118 durch Brandmeldeanlagen verursacht.

Bei den Technischen Hilfeleistungen waren Sturmschäden der Spitzenreiter, mit Abstand auf Platz zwei lagen akute Wohnungsöffnungen. Beeindruckend ist auch die Zahl der durch die Feuerwehr geretteten Personen, diese belief sich durch die „Alarmstichworte“ Rettung, Betreuung/Versorgung und med. Erstversorgung auf ganze 84.

Übungsalltag

Der Stellvertretende Kommandant Gerd Lobmeier übernahm den Infoblock zum Übungsalltag. Es fanden mehr als 250 Übungen statt, 66 von den Einsatzzügen, 34 Jugendübungen, 61 Übungen im Rahmen der Wachbereitschaft und 16 Übungen der Maschinisten sowie Führungskräfteschulungen, Lehrgänge auf Landkreisebene und an den Staatlichen Feuerwehrschulen.

Der Vorstandsvorsitzende Florian Reiter ging anschließend auf das abwechslungsreiche Vereinsleben ein. Neben den üblichen Veranstaltungen wie Kinderfasching, Grillfest, Radlausflug, Vereinsausflug und Weihnachtsfeier wurde letztes Jahr wieder mal ein Tag der offenen Tür mit mehreren tausend Besuchern durchgeführt. Zudem wurden zwei neue Formate organisiert. Zum einen ein Tag für die fördernden Mitglieder, bei dem diesen die verschiedenen Aufgaben der Feuerwehr vorgestellt wurden und zum Beispiel die hydraulischen Rettungsgeräte selbst ausprobiert werden konnten. Die zweite neue Veranstaltung war ein Weinfest beim Burgmeier in Etzenhausen für alle Bürgerinnen und Bürger. Beide Veranstaltungen waren ein voller Erfolg und werden in den nächsten Jahren sicher wiederholt.

Zum Jahresende 2023 hatte der Verein 630 Mitglieder die sich, wie der stellvertretende Schriftführer Tobias Wilke aufschlüsselte, aus 180 Aktiven im Einsatzdienst (einschließlich über 18-jährigen Anwärtern), 29 Jugendlichen, 67 passiven sowie 354 fördernden Mitgliedern zusammensetzen.

Neuaufstellung der Vereinssatzung

Einen besonderen Tagesordnungspunkt stellte die Neuaufstellung der Vereinssatzung dar. Der Vorstand hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Überarbeitung der aus dem Jahr 1984 stammenden, derzeitig gültigen Satzung befasst. Die Gesellschaft sowie die Lebensumstände und Arbeitsweisen haben und werden sich verändern und darauf soll die Satzung angepasst werden. Aufgrund der Vielzahl an Anpassungen hat der den Verein beratende Notar zu einer Neufassung geraten. Neben der Umstellung von D-Mark auf Euro-Angaben, soll die Zahl der Vorstandsmitglieder reduziert, die Amtsperiode des Vorstands von sechs auf drei Jahre halbiert, die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft und das Wahlrecht der Mitglieder ausgeweitet und die Durchführung von Sitzungen und Versammlungen um hybride und rein digitale Formate erweitert werden. Wirksam werden sollen die Änderungen zur nächsten regulären Wahl in drei Jahren. Nachdem die einzelnen Änderungen bei einem vorangegangenem Infoabend ausgiebig diskutiert und entsprechend der Anregungen angepasst wurden, konnte die geheime Abstimmung nach kurzer Vorstellung durchgeführt werden. Für Satzungsänderungen ist eine 75%-Mehrheit notwendig, im Rahmen der Jahreshauptversammlung haben über 90 Prozent der anwesenden Stimmberechtigten der Neufassung zugestimmt.

Am Ende der Versammlung wurden noch zahlreiche Beförderungen und Ehrungen vorgenommen. So wurden Jasmin Heeg, Nadine Hirtreiter, Valentin Körner, Noel Krug, Maria Mayer und Nicole Spitzl zum Feuerwehrmann beziehungsweise zur Feuerwehrfrau, Maximillian Zundl zum Hauptfeuerwehmann, Florian Ferstl, Andreas Link, Axel Putfarken und Luca Rössler zum Löschmeister, Stefan Braun zum Hauptlöschmeister sowie Andreas Lehne zum Brandmeister ernannt. Florian Demmelmair erhielt nachträglich die Ehrenurkunde für 25-jährige Vereinszugehörigkeit.

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