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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 20. April 2021 · 20:14 Uhr
 
 
 

Indoor über Berg und Tal

Größte E-Kartbahn der Welt eröffnet

Den Start frei geben (von re) Kartpalast-GF Norbert Raible, Landrat Löwl, Bürgermeister Landmann und ganz links Co-Geschäftsführer Oliver Hardt. (Foto: Andreas Förster)

Auch wenn es in Strömen goss, die Neu-Eröffnung des Kartpalast Funparks in Bergkirchen fiel nicht ins Wasser. Bei Spanferkel und Bier wurde die Einweihung des größten überdachten Elektro-Raceways der Welt gefeiert. Und auch wir vom KURIER durften die Strecke testen.

Kartfahren bei Regen? In Bergkirchen kein Problem. Als überdachte Anlage ist der Kartpalast Funpark inklusive Indoor-Bowling und Indoor-Minigolf vom Wetter unabhängig und seit der Neu-Eröffnung im Jahr 2011 ein Magnet für Rennsportbegeisterte im Münchner Umland. Am Donnerstag, den 2. Juni wurde nach nur zehn Monaten Bauzeit die lang ersehnte Erweiterung in Betrieb genommen und das GADA in Bergkirchen um einen Superlativ reicher: Dort steht nun das größte Indoor-Elektro-Kartcenter der Welt.

Die Solaranlage am Dach sorgt für Öko-Strombetrieb. Stinken tut’s eh nicht, Lärm kommt allenfalls von den quietschenden Reifen. Bergkirchens Bürgermeister Simon Landmann war entsprechend stolz, als er als einer der ersten neben Landrat Stefan Löwl und Kartpalast-Geschäftsführer Norbert Raible sowie weiteren honorigen Ehrengästen die insgesamt 1,5 Kilometer lange, kurvenreiche Berg- und Talbahn mit einem brandneuen Highend E-Kart befahren durfte. Schnellste der Männerrunde war jedoch eine Frau: Raibles Tochter Chantal bewies einmal mehr: (politisches) Gewicht macht noch keinen Sieger.

Apropos Gewicht: Allein die Stahlkonstruktion in der neuen Halle wiegt beeindruckende 541 Tonnen. Vor dem Rennstart war die Rennstrecke samt den Menschen, die sie befahren werden, vom gut gelaunten Bergkirchner Pfarrer Albert Hack mit Humor und einem Schwall Weihwasser gesegnet worden. Danach feierte man ausgiebig bei Spanferkel und frisch gezapftem Fassbier in den beiden neuen Event-Stadeln.

Laut Co-Geschäftsführer Oliver Hardt wird die Erweiterung in den nächsten Wochen optisch weiter verschönert. Die Stadel bekommen mehr bayerisches Ambiente, die Bahn eine weiße Ideallinie, an der sich die Fahrer orientieren können.

Unser Fazit nach gefühlten 150 Kurven: Unter dem Helm wird’s heiß, die Fliehkräfte ziehen mächtig Energie, Leichtgewichte haben einen klaren Vorteil und - lieber nachher essen und vor allem keinen Alkohol trinken. Aber echte Racer wissen das sowieso.