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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 2. March 2021 · 11:43 Uhr
 
 
 

Süße Herzl statt glänzende Orden

Alternative Aktionen der Faschingsgesellschaft Dachau

Auch die Feuerwehr bekam vom Prinzenpaar ein paar Faschings-Herzerl überreicht. (Foto: FG Dachau)

Der Fasching sowie die Ferien wurden von Ministerpräsident Markus Söder abgesagt. Doch so ganz ohne Helau, Verkleidung und Tanz ging es bei der Faschingsgesellschaft Dachau  auch heuer nicht. Ein spontaner Online-Kinderfasching mauserte sich als Hit und die Herzl-Aktion fand dankbare Anerkennung.

Gleich mehrere Kinderfaschingsbälle richtet der Faschingsverein in Dachau normalerweise aus. Steffi Jäsche, die die Kinderbälle moderiert, kam auf die Idee, einen Online-Fasching anzubieten, um ein bisschen Faschingslaune in die Wohnzimmer der Kinder zu zaubern. Drei Tage später folgte die Ankündigung auf der vereinseigenen Facebookseite. »Die Resonanz war super«, erinnert sich Komiteesprecherin Sandra Novszki. So waren am Sonntag beim Online-Kinderfasching über Zoom auch 40 Fenster geöffnet, die einen Blick auf teilweise bunt dekorierte Wohnzimmer freigaben. »Es gab viele Fenster, wo gleich zwei bis vier Kinder mitmachten und auch die Eltern waren begeistert dabei«, schildert Novszki.

Ebenfalls eine schöne Überraschung bekamen 250 Menschen aus Dachau überreicht. Genauso viele Herzen hatte der Vorstand und das Prinzenpaar Markus I. und Manuela I. im Gepäck, als sie Rosenmontag und Faschingsdienstag durch den Landkreis fuhren und statt Orden Lebkuchenkerzen umhängten. Die Volksbank Dachau, welche die Herzen von der Firma Sennefelder sponsorte, war der erste Halt. Dann ging es ins Rathaus, ins Landratsamt, zum THW, der Feuerwehr, den Grünen Damen im Krankenhaus, der Tafel, dem BRK, dem Indersdorfer Testzentrum sowie nach Schönbrunn.

»Die Resonanz war super, die Volksbank hat die Aktion gerne unterstützt und alle waren traurig, dass wir nicht wie sonst auftreten konnten«, erzählt Novszki. »Alle waren total lieb und haben es sehr geschätzt, dass man an sie gedacht habe«, ergänzt Michaela Zachmann, die bestätigt, dass so wenigstens ein bisschen Faschingsfeeling aufkam.