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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 22. May 2022 · 13:18 Uhr
 
 
 

Seit einem Jahr vermißt

Familie gibt Suche nach Chucky nicht auf

Auch Tamara vermißt ihre Schmusebacke Chucky schmerzlich und hofft auf ein Wiedersehen. (Foto: privat)
 

Chucky ist wohl der »berühmteste« Hund im Dachauer Landkreis und darüber hinaus, er hat sogar eine eigene Facebook-Gruppe. Auch alle Zeitungen haben schon über den Ausreißer berichtet, der sich durchs Dachauer Hinterland bewegt und wegen seiner Scheu vor Menschen bisher nicht zu fangen war. Seiner Besitzerin Tatjana Oswald und ihrer Familie wäre es viel lieber, er würde ganz unprominent daheim auf dem Sofa liegen.

KURIER: Seit wann ist Chucky weg?

Oswald: Seit 31. August 2015. Meine Tante sollte zwei Stunden im Schrebergarten auf ihn aufpassen, da ich zu unserem Kater in der Tierklinik musste und Chucky bei weit über 30 Grad nich im Auto mitnehmen wollte. Vor dem Garten läuft ein Bach und da Chucky eine Wasserratte ist, wollte sie ihn ins Wasser lassen und hat ihn von der Leine gelassen. Beim Rauskommen wurde er von einem Fahrrad angefahren und ist vor Schreck weggelaufen.

KURIER: Sie haben die Suche nie aufgegeben, haben Sie Hoffnung, ihn noch zu finden?

Oswald: Aufgeben ist keine Option! Nicht solange man nicht das Gegenteil hört. Chucky ist so jung. Ein Hoffnungsschimmer bleibt da immer. Vor allem so lange Sichtungen eingehen. Man bekommt jedoch zwischendurch schon immer wieder Zweifel. Die letzte Sichtung war im Dachauer Hinterland.

KURIER: Weiß man wie es Chucky geht, sieht er gut aus?

Oswald: Zuletzt wurde er bei Eisenhofen gesichtet, er sah gesund aus. Eigentlich immer noch wie auf den Bildern. Diese Sichtung wurde von einem sehr erfahrenen Suchhund geprüft und zu 100 Prozent bestätigt.

Ich vermute, dass Chucky immer noch da draußen ist. Leider fällt den Menschen ein Hund auf dem Land nicht gleich auf. Deshalb denke ich, dass er dort sehr gut anonym leben kann und gut Futter findet. Unser Ziel wäre es, ihn mit Distanznarkose zu sichern. Dazu bedarf es aber Sichtungen, damit wir wissen, wo er sich öfter aufhält.

KURIER: Wenn jemand die Notfallnummer nicht zur Hand hat, kann er sich auch an Polizei oder Tierheim wenden?

Oswald: Polizei und auch das Tierheim sind informiert. Allerdings ist es immer ein Umweg. Am besten unter der Notfallnummer 0176-28 02 1 163 anrufen, wir sind 24 Stunden jeden Tag erreichbar. Sollte jedoch die Nummer nicht zur Hand sein, wissen Polizei und Tierheim natürlich Bescheid.

Dann bleibt nur zu hoffen, dass Sie, liebe Leserinnen und Leser weiterhin nach Chucky Ausschau halten. Tatjana Oswald versicherte uns, dass gerade nach Artikeln auf unseren Haustierseiten immer wieder Sichtungen gemeldet wurden. Bitte notieren Sie die Notfallnummer oder speichern Sie sie ins Handy ein. Sollten Sie den kleinen Streuner sehen, bitte nur beobachten und gleich anrufen. Auf keinen Fall ansprechen oder rufen, dann ist er sofort wieder weg - leider.