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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 13. May 2021 · 22:59 Uhr
 
 
 

Impfungen im Landkreis Dachau haben begonnen

Dezentrales Schnelltestangebot sehr gut angenommen

Die 1. Impfung im Landkreis erhielt Horst Oschmann (92), ehemaliger Kreisgeschäftsführer des BRK. (Foto: Landratsamt Dachau)

Die Impfungen gegen das Coronavirus begannen europaweit am Sonntag, den 27. Dezember, auch im Landkreis Dachau. Dies hat die bayerische Staatsregierung in Abstimmung mit der Bundesregierung und den anderen Ländern so beschlossen. Das Landratsamt Dachau hat in den vergangenen Wochen gemeinsam mit dem Bayerischen Roten Kreuz sowie der Johanniter Unfallhilfe dafür zwei Impfzentren in Dachau und Karlsfeld eingerichtet. Zudem sollen mindestens zwei mobile Impfteams vor allem in den Alten- und Pflegeheimen sowie Senioreneinrichtungen den Impfstoff verabreichen.

»Durch den Impfstoff steht für die besonders gefährdeten Personengruppen nun ein wirksamer Schutz zur Verfügung,« sagte Landrat Stefan Löwl zum Impfstart. »Aufgrund der beschränkten Anzahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen werden in den kommenden Wochen vorsorgliche Maßnahmen und Beschränkungen aber weiterhin möglich sein. Das Virus ist nach wie vor höchst ansteckend, gefährlich und ggf. auch tödlich, nicht nur für ältere Menschen.« Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: »Die Vorbereitung der Impfkampagne war ein logistischer Kraftakt. Ich danke den Landkreisen und Städten von Herzen für die effiziente und schnelle Unterstützung. Nun treten wir in die entscheidende Phase des Impfens ein. Auch hier ist klar: Nur gemeinsam werden wir diesen Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie erreichen. Die Staatsregierung unterstützt die örtlichen Behörden, wo immer es nötig ist.«

Der Impfstoff wird in der Anfangsphase allerdings nur in kleinen Mengen zur Verfügung stehen. Deswegen hat die Bundesregierung, die den Impfstoff zentral beschafft, eine klare Priorisierung beschlossen, wer zuerst geimpft werden darf. Die bayerische Staatsregierung hat entschieden, diese Empfehlung umzusetzen. Gerade in der Anfangsphase wird das Landratsamt Dachau bzw. die Betreiber der Impfzentren aktiv auf die Impfberechtigten zugehen und über den Zugang zum Impfangebot informieren, beispielsweise über ein persönliches Anschreiben an alle 9.110 Mitbürger im Landkreis, die das 80. Lebensjahr vollendet haben. Termine können – abhängig von den zugewiesenen Impfdosen – voraussichtlich ab Samstag, den 2. Januar 2021 in den örtlichen Impfzentren (https://www.landratsamt-dachau.de/impfen) oder über die Telefonnummer 116117 vereinbart werden.

Es wird darum gebeten, dass sich gerade in den ersten Tagen und Wochen ausschließlich Angehörige der höchsten Priorität gemäß der Coronaimpfverordung (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Verordnungen/CoronaImpfV_-_De_Buette.pdf) auf diesem Weg melden, um die Impfzentren nicht zu überlasten. Bei der Planung muss auch beachtet werden, dass für den vollen Immunschutz genau nach 21 Tagen eine zweite Impfung notwendig ist. Über eine Erweiterung des Kreises der Impfberechtigten sowie Änderungen beim Terminmanagement wird auf den Internet-Seiten des Landratsamts sowie über die lokalen Medien rechtzeitig öffentlich informiert. Weitere Informationen zu den Impfzentren – insbesondere auch zum Ablauf sowie den nötigen Vorbereitungen und Unterlagen – finden sich im Internet unter www.landratsamt-dachau.de/impfen, www.impfzentrum-dachau.de oder www.impfzentrum-karlsfeld.de.

Die vom Landratsamt Dachau vor Weihnachten organisierten dezentralen Schnelltestmöglichkeiten für Besucher von Bewohnern von Alten-, Pflege- bzw. Behinderteneinrichtungen ist sehr gut angenommen worden. So wurden am 23. und 24. Dezember am Impfzentrum der Johanniter in Karlsfeld insgesamt 150 Personen getestet. Bei den vier vom BRK betreuten Schnellteststationen in Altomünster, Dachau, Markt Indersdorf und Röhrmoos wurden insgesamt 772 Schnelltests durchgeführt. „Ich danke allen Haupt- und Ehrenamtlichen der beiden Hilfsorganisationen für Ihre Unterstützung, den Angehörigen über die Feiertage den Besuch in den Einrichtungen zu ermöglichen“ so Landrat Stefan Löwl. „Auch für die sofortige Bereitschaft der Bürgermeister und Gemeinden, Räumlichkeiten in Schulen dafür zur Verfügung zu stellen und tatkräftig mit anzupacken, bedanke ich mich ganz herzlich und sage allen Vergelt´s Gott“ so Landrat Löwl weiter. Durch die insgesamt 922 Schnelltests konnten 7 bis dahin unerkannte Infektionen mit COVID-19 festgestellt werden.

Über Silvester und Neujahr werden erneut dezentrale Schnelltests angeboten. Weitere Informationen dazu finden sich unter www.landratsamt-dachau.de/coronavirus. Bitte beachten: Die Testzeiten am Donnerstag, den 31. Dezember können sich nochmal verschieben. Es wird empfohlen, sich tagesaktuell auf der Internetseite zu informieren.