18.05°C

Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Thursday, 2. July 2020 · 07:07 Uhr
 
 
 

Kriminalitätsbilanz 2018 für den Landkreis Dachau

Zahl der Straftaten rückläufig/Sexualdelikte steigen stark an

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging letztes Jahr um 30 Prozent zurück. (Foto: Bayerische Polizei)

Ausgerechnet die kleinste Gemeinde liegt im Ranking der Straftaten ganz vorne: Im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden die meisten Straftaten in Bergkirchen registriert, mit 56 Delikten pro 1.000 Einwohner. Die meisten Delikte ereigneten sich im Gewerbegebiet Gada. »Diebstahlsdelikte in Tankstellen oder Tankbetrug waren dort die häufigsten Straftaten«, sagt Björn Scheid, Erster Polizeihauptkommissar der Polizeiinspektion Dachau.

Auf den Plätzen folgen Dachau mit 46 Delikten und Peterhausen mit 31 pro 1.000 Einwohner. Die geringste Belastung weist Pfaffenhofen/Glonn mit 14 Delikten auf. Die Vergleichswerte der übrigen Gemeinde sind: Karlsfeld 29, Markt Indersdorf 27, Sulzemoos 26, Odelzhausen 26, Vierkirchen 26, Hebertshausen 23, Haimhausen 23, Erdweg 20, Röhrmoos 18, Hilgertshausen-Tandern 18, Schwabhausen 16, Weichs 16 und Altomünster 15 Delikte.

Insgesamt wurden 2018 im Landkreis Dachau 4.883 Straftaten polizeilich registriert, sie verringerte sich um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Kriminalitätsbelastung im Landkreis Dachau liegt mit 3.198 Straftaten pro 100.000 Einwohner deutlich unter der im gesamten Freistaat (4.889 Delikte). Die Aufklärungsquote ging im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozentpunkte auf  63,2 Prozent  zurück. Den größten Anteil an den erfassten Straftaten im Jahr 2018 hatten Diebstahl-Delikte mit 22,6 Prozent. Dahinter folgten Vermögens- und Fälschungsdelikte mit 21,6 Prozent; Körperverletzungs-Delikte waren mit einem Anteil von 13,6 Prozent aller Straftaten vertreten. Bei der Betrachtung der letzten zehn Jahre liegt die Zahl der Straftaten 2018 klar unter dem Durchschnittswert von 5.295 Straftaten.

30 Prozent weniger Wohnungseinbrüche

Im Einzelnen wurden neun (versuchte und vollendete) Tötungsdelikte registriert (gegenüber zwei im Jahr 2017), 64 Sexualdelikte (plus 20,8 Prozent im Vergleich zu 2017), 1.103 Diebstähle (minus 12,3 Prozent), 664 Körperverletzungs-Delikte (plus 4,6 Prozent), 658 Sachbeschädigungen (minus 9,4 Prozent), 293 Rauschgiftdelikte (plus 5,8 Prozent), 115 Ladendiebstähle (minus 18,4 Prozent), 294 Fahrraddiebstähle (minus 0,3 Prozent). Die Wohnungseinbrüche gingen um 30 Prozent auf 47 Fälle zurück.

Ohne Berücksichtigung ausländerrechtlicher Delikte betrug der Ausländer-Anteil an den ermittelten Tatverdächtigen 41,5 Prozent, das ist ein Anstieg von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Asylbewerber oder Personen mit Flüchtlingsstatus und illegal aufhältige Personen waren mit einem Anteil von 11,2 Prozent aller Tatverdächtigen (minus 0,2 Prozent) vertreten. Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden an den ermittelten Tatverdächtigen lag bei 18,4 Prozent.