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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Sunday, 9. August 2020 · 05:00 Uhr
 
 
 

Städtebaulicher Ideenwettbewerb kommt

Umgestaltung Bahnhof und westliches Bahnhofsumfeld

Mareike Schoppe (DB Station und Service AG), OB Florian Hartmann und Ariane Gräfe (Vertrieb Region Süd der DB Immobilien) unterzeichnen Vereinbarung, Planungsbüros können sich ab sofort bewerben. (Foto: Dachau)

Die Stadt Dachau und die Deutsche Bahn AG haben sich auf die Durchführung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs zur Umgestaltung des Bahnhofs und des westlichen Bahnhofsumfelds geeinigt. Am 23. Juni unterzeichneten Oberbürgermeister Florian Hartmann, Mareike Schoppe (DB Station & Service AG) und Ariane Gräfe (DB Immobilien) die entsprechende Rahmenvereinbarung. Ziel des europaweiten Ideenwettbewerbs ist es, die Kreativität und die Fachkenntnis der teilnehmenden Büros zu nutzen und den besten städtebaulichen Entwurf zu erhalten. Dieser Entwurf soll im Anschluss als Grundlage für die weitere Bauleitplanung dienen. Der Wettbewerb soll noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Die Sitzung des Preisgerichts ist für Ende des Jahres geplant.

Im Anschluss können sich die Bürgerinnen und Bürger die eingereichten Entwürfe in einer Ausstellung ansehen, sich darüber informieren und äußern. »Mit dieser Rahmenvereinbarung haben wir gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG wichtige Planungsziele erarbeitet, die die Grundlage für eine gute städtebauliche Entwicklung der Bahnflächen und des Bahnhofumfelds bilden«, so Oberbürgermeister Hartmann bei der Unterzeichnung.

Entwickelt wurde die Rahmenvereinbarung in den vergangenen Monaten gemeinsam von Vertretern des Stadtbauamtes und der Deutschen Bahn AG (DB Station & Service AG, DB Netz AG vertreten durch DB Immobilien); gemeinsam mit den entsprechenden Anlagen bildet sie die Basis der Wettbewerbsauslobung. Die Kosten für den städtebaulichen Ideenwettbewerb liegen bei rund 165.000 Euro, daran beteiligt sich die Deutsche Bahn AG mit 50.000 Euro. Eine Städtebauförderung durch die Regierung von Oberbayern steht in Aussicht.

Die DB Station & Service AG möchte im Rahmen des Wettbewerbs die Weiterentwicklung des bestehenden Empfangsgebäudes oder alternativ den Ersatz durch einen Neubau untersuchen lassen. »Im Plangebiet wiederum sollen – unter Berücksichtigung der Ergebnisse von Gutachten und Potentialuntersuchungen – unter anderem ein Zentraler Omnibusbahnhof sowie eine Bebauung mit unterschiedlichen Nutzungen entstehen«, erklärt der OB. »Ebenfalls mit in die Rahmenvereinbarung eingeflossen sind natürlich die Ergebnisse unserer umfangreichen Bürgerbeteiligung aus dem Jahr 2017. Damals erhielten die Dachauerinnen und Dachauer Gelegenheit, ihre Wünsche und Vorstellungen zur westlichen Bahnhofsseite einzubringen und zu diskutieren«.

Bestandteil der Bürgerbeteiligung 2017 war beispielsweise eine breit angelegte Umfrage. Außerdem konzipierten Studenten der Landschaftsarchitektur an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf eine Wanderausstellung. Den Abschluss der Bürgerbeteiligung bildete eine Planungswerkstatt, in der die Umfrageergebnisse präsentiert und bewertet sowie Leitsätze für die weitere Planung entwickelt wurden. Der Bau- und Planungsausschuss hat hierüber Beschluss gefasst. Umfassende Informationen zur Bürgerbeteiligung sowie die Ergebnisse der Umfrage sind auf www.treff.dachaubahnhof.de zu finden.

Die wesentlichen gemeinsamen Ziele der Stadt und der Deutschen Bahn AG, die dem Wettbewerb zugrunde liegen, sind folgende:

Neugestaltung und Aufwertung des Bahnhofsumfelds einschließlich des Empfangsgebäudes mit Zugang zur Verkehrsstation, Busbahnhof, ÖPNV, Kiss & Ride, P & R, Taxi, und überdachten Fahrradabstellanlagen

Steigerung der Attraktivität und Aufenthaltsqualität des Bahnhofsvorplatzes und der Frühlingstraße; verkehrsberuhigte Gestaltung der Bahnhofs- und Frühlingstraße

Schaffung eines attraktiven und funktionalen Busbahnhofs

Errichtung einer zentral gelegenen Tourist-Information sowie einer öffentlichen WC-Anlage

Weiterhin ist für die Stadt die Verbesserung der bestehenden Fuß- und Radwegeanbindung und der Bau einer zusätzlichen Unterführung für Fußgänger und Radfahrer ein wichtiger Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe.